Mücken sind kleine fiese Biester. Sie umschwirren einen mit unangenehmen Summen und pieksen immer wieder. So eine kleine nervende Angelegenheit waren für mich auch die 4 Sekunden, die mich beim Stadtlauf München von meinem Ziel trennten. Unter 40 Minuten!
Die 4 Sekunden haben mich so genervt, dass ich zwei Wochen später beim Stadtlauf Germering an den Start gegangen bin.
Was soll ich noch groß drumherum reden: Es hat wieder nicht geklappt. Und dieses Mal ganz klar nicht. Statt sub 40 zu kommen, habe ich mich quälen müssen und bin mit 42:22 ins Ziel gekommen.
Ausreden gab es dabei nicht: Ich hatte sogar einen Hasen dabei, der Laufen kann, wie ein Uhrwerk, der extra wegen mir da war (danke, Klaus, weiß ich wirklich zu schätzen). Sogar mein Trainer war dabei, hatte noch gute Tipps parat. Und fats alle meine Laufkollegen. Beste Voraussetzungen.
Es half alles nichts… Versagen auf ganzer Linie: Physisch habe ich einfach schwer nachgelassen, psychisch konnte ich mich nicht zu positivem Denken mehr bewegen.
Und wisst Ihr was? Das alles ist gut so!
Deutlich kann mir mein Körper nicht mehr erklären, dass die Saison vorbei ist. Ich bin nicht knapp gescheitert, sondern klar und deutlich. Die Saison 2010 war wirklich lang und auch erfolgreich – Marathon, Mitteldistanz, mehrere Kurzdistanzen – darunter Schliersee… jetzt ist es gut. Pause!
Aus der Mücke von 4 Sekunden ist ein Elefant geworden. Elefanten sind gemütliche Tiere…

