21. Karlsfelder Triathlon – Wind auf der Bundesstraße

Mit großen Erwartungen bin ich ins Rennen: Wird mir die Zeitfahrmaschine einen entscheidenden Vorteil bringen auf der windigen Bundesstraße? Denn der Karlsfelder Triathlon ist gemacht für Zeitfahrer: Bis auf die Auffahrt zur B471 ist die Strecke brettflach. Aber auch offen – und das heißt: unheimlich windig. Gar nicht mein Ding…

Um mein Defizit beim flachen Zeitfahren auszugleichen, habe ich mein altes Rennrad mit einigen Tricks und sogar per Computeranalyse umgebaut und optimiert. Das soll zum einen aerodynamische Vorteile bringen, zum anderen eben die Bein-Muskeln entlasten, und so einen schnelleren Lauf ermöglichen.

In Karlsfeld will ich die Theorie nun in die Praxis umsetzen. Also stehe ich – wie schon einige Male vorher – wieder morgens kurz nach neun im Neo am See. Peng! Der Startschuss. Mit meinem Trainer habe ich noch “Antritte” im Wasser geübt, damit ich genau am Anfang gleich Gas geben kann. Es klappt. Ich schwimme mich frei und bin relativ weit vorne. Der Rest läuft locker: Ich schaffe es wirklich kerzengerade auf die Bojen zu zu schwimmen, und schließlich steige ich nach 25:33 Minuten aus dem Wasser. Keine Verbesserung, aber eine solide Leistung.

So, jetzt aber endlich auf die Zeitmaschine. Gleich in den Liegelenker schmiegen und auf die B471. Kaum habe ich die Auffahrt passiert, treffe ich auf eine Wand aus Wind. Jetzt also muss das Trirad seinen Sinn beweisen. Ich fühle mich auch ganz gut, kämpfe ein wenig gegen den Wind und entspanne mich mit Tempo auf dem Rückweg – so geht das zwei Runden. Nach 1:27:10 bin ich wieder in der Wechselzone – prima. Nur leider langsamer als letztes Jahr. Nanu? War der Wind letztes Mal weniger heftig?

Beim Laufen will ich nun sehen, ob der zweite Vorteil wenigstens greift. Und in der Tat: Ich bin immerhin zwei Minuten schneller als 2008. Kein wissenschaftlicher Vergleich, aber wenigstens keine Vernichtung der These.

Nach 2:37:45 komme ich ins Ziel – zufrieden bin ich damit auch nicht, aber immerhin habe ich mich nicht verschlechtert. Den nächste Triathlon in Regensburg fahre ich allerdings wieder mit dem Carbonrenner. Da ist die Strecke sehr hügelig…

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