4. Glonner / Kastenseeoner 1/10 Triathlon – ein Bericht

Dieser Triathlon ist anders. Nichts deutet auf die übliche Hektik einer kommerziell organisierten Veranstaltung hin. Alles ist familiär, läuft ruhig ab – Wettkampfrichter sucht man vergeblich. Check in an der Wechselzone? Nicht nötig. Einfach mal in Ruhe Triathlon machen – ohne das große Drumherum. Und ohne großen Preis: Nur rund 10 Euro kostet der Fahrschein für die 400 Meter Schwimmen, 17 Kilometer Radfahren und 4 Kilometer Laufen.

Blick auf den Kastensee

Blick auf den Kastensee, überschwemmte Terrasse

In den Tagen vor dem Wettkampf hatte es tüchtig geregnet. Die Wassermassen ließen den Kastensee nicht nur über die Ufer treten. Der See war zudem saukalt – 17 Grad mussten die Schwimmer tolerieren. Die Mutigen unter ihnen hatten nicht einmal einen Neopreanzug an.

Kleine Besonderheit noch: Der Ausstieg des Sees war kein flacher Aufgang. An drei Leitern mussten sich die Triathleten aus dem See hangeln – mit klammen Fingern. Durch matschige und glitschige Wiese ging es dann zum ersten Wechsel. Aufpassen, nicht ausrutschen.

Wie gesagt: Dieser Triathlon ist anders. Mit dem Renner oder gar einem Zeitfahrrad braucht man gar nicht erst aufkreuzen. Mountainbike, ja. Crosser, möglich. Tourenrad, klar. Die Strecke führte über Waldwege mit Schotterpassagen, genauso wie über asphaltierte Straßen. Zwischendurch gab es durchaus den ein oder anderen Anstieg zu bewältigen, gefährlicher waren jedoch die Abfahrten, an deren Ende allzuoft eine rutschige Kurve lauerte.

Kastensee Ausstieg

Nur über Leitern konnten die Triathleten aus dem Wasser kommen

Alle Teilnehmer waren vorher eindringlich gewarnt worden. Und soweit ich weiß, kam auch niemand zu schaden. Denn allzu viel Ehrgeiz war bei diesem Spaß sowieso fehl am Platz.

Nach dem Radfahren der zweite Wechsel. Dann auf die matschige Laufstrecke durch den Wald. Auch hier: Rutschgefahr und einige Hügel. Aber auch hier: Spaß im Schlamm.

Dass es eben eine Veranstaltung zum Genießen war, zeigte am Ende auch meine Platzierung. Normalerweise unter “ferner liefen…” belegte ich den sechsten Platz. Insgesamt hatte ich sogar weniger als eine Stunde für die Strecke gebraucht. Vereinskollegin Sonja schaffte es gar auf Rang eins bei den Damen (Glückwunsch!).

Fazit: Dieser kleine Triathlon ist einfach nur Vergnügen. Er ist ein perfekter Ausklang der Saison (allerdings nicht für mich: Alpentriathlon). Und ich denke, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde.

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One Response to “4. Glonner / Kastenseeoner 1/10 Triathlon – ein Bericht”

  1. […] Video zum Glonn-Triathlon, von einem Vereinskameraden gedreht. […]

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