Beim Laufen das Feld anführen – aber wie?

Plötzlich bin ich erster. Ich laufe ganz vorne, vor dem Feld, hinter mir alle anderen. Einmal jährlich versammeln sich die Mitarbeiter des Burda Verlags zum “Burda läuft”-Wettkampf, hauptsächlich ein Abschluss-Fest für Gesundheitsläufer und Nordic-Walker. Längste Distanz: 10 Kilometer. Ich nehme schon zum vierten Mal Teil und lande stets recht weit vorne. Aber eben nie ganz vorne. Jetzt, beim Laufen, bin ich plötzlich erster.

Das Komische: Es fühlt sich nicht gut an. Tatsächlich merke ich sofort, dass ich eher zufällig dort bin. Das hat nichts mit Kontrolle ausüben zu tun. Ich bin vorne, weil mich andere lassen und ich habe keine Ahnung, was ich da tun soll. Schnell merke ich, dass mich das Feld treibt, ich nicht meinen Stiefel, mein Tempo gehe. Und ich spüre das Lauern der anderen, die sich an mich hängen, die schon merken, dass sie eigentlich stärker sind.

Endlich wieder hinten. Nach einem Kilometer lassen mich die zwei späteren Sieger stehen. Sie werden angeführt von einem ehemaligen Marathon Champ Carsten Eich, der aber außer Konkurrenz läuft. Schließlich überholt mich auch Roman, der spätere Dritte. Und ich bin erleichtert, denn nun kann ich laufen, wie es mir passt.

Ich arbeite mich nochmal an Roman heran, muss aber einsehen, dass ich die gut zehn Sekunden nicht mehr herausholen kann. So laufe ich schließlich geschafft ins Ziel ein. Keine Treppchenplatzierung. Macht nichts, es gibt eh keine Rangliste. Ich stoppe recht genau 44 Minuten – der Parcours war doch einige hundert Meter länger als 10 Kilometer.

Alles in allem eine Erfahrung. Das passiert mir nicht nochmal. Lieber lauern, als führen. Oder wenn dann abwechselnd bei gutem Tempo. Am Ende war es eben hauptsächlich ein Trainingslauf für kommenden Sonntag, für den Triathlon in Karlsfeld.

Burda läuft 10 Kilometer

You can leave a response, or trackback from your own site.

3 Responses to “Beim Laufen das Feld anführen – aber wie?”

  1. Chris sagt:

    Ich durfte das vorletze Woche beim Siemens-Tri erleben.
    Ist ganz schön hart allein und ohne Konkurrenz vor Augen wirklich schnell zu laufen. Am Ende stand eine miese Laufzeit, aber immer hin ein Sieg mit 4 Minuten Vorsprung.

  2. Reiner sagt:

    Deswegen schwimme ich auch immer lieber bisschen langsamer, um das Feld dann vor mir her zu treiben ;-)

  3. Nadine sagt:

    Da laufe ich auch lieber von hinten das Feld auf… bei meinem Schwimmen und Radfahren sowieso so :-)

Leave a Reply

Subscribe to RSS Feed Follow me on Twitter!