Zweiter Tag in Schwaben. Heute geht es mit unserem Gastgeber Walter, der schwäbische Silberpfeil, auf eine gemeinsame Ausfahrt. Der Höhepunkt: Teilnahme am permanenten Bergzeitfahren am “Höchsten”. Nie gehört? Hier der Hintergrund: Der Radsportverein Seerose e.V. hat vor einem ca. 8 KM langen Anstieg eine Stempelmaschine gesetzt, die eine Karte mit der Startzeit abstempelt. Oben dann bekommt man die zweite Zeit auf die Karte gestanzt. Die wirft der Zeitfahrer oben noch ein, und er erscheint dann offiziell in der Liste auf der Webseite des Veranstalters.
Also ziehen wir los, das Wetter passt, die Anfahrt bis zum Höchsten ist etwa 20 KM. Unten dann Karte ziehen, beschriften und abstempeln:

Ab jetzt tickt die Uhr.
Ich lasse mir zu viel Zeit zwischen Stempeln und Aufsteigen. Die Sekunden fehlen mir dann sicher. Auf der Straße sind die Kilometer eingezeichnet, der Anstieg ist hart, aber nicht zu hart. Oben kommt eine Wirtschaft und ein Bucht mit Bushalte. Tipp für alle, die das noch machen werden: Dort ist nicht die Stempelstation. Es geht noch ein Stück. Bis ich das herausgefunden habe, verfliegen weitere wertvolle Sekunden. Und das Schlimmste: Dicht hinter mir sitzt mir der Schwäbische Silberpfeil im Nacken. Ich seh ihn schon. Ich gebe nochmal alles und komme nach knapp 25 Minuten dort oben an. Zittrig schiebe ich die Karte in den Schlitz. Den oberen! Nicht den unteren, das ist der Briefkasten. Ich treffe oben dennoch nicht gleich richtig. Endlich ist der Stempel drauf.
Kaum eine Minute später kommt Walter an:

Schließlich erscheint auch Dr. Winwand, die Lebende Wirbelschleppe am Horizont:

Und stempelt:

Damit ist das Bergzeitfahren für uns abgeschlossen. Weitere Infos dazu gibt es hier.
Der Rest der Ausfahrt ist wunderschön. Leicht windig, ein paar nette Anstiege und gute Gesellschaft. Unser Bier am Abend haben wir uns redlich verdient nach 95 KM mit 26er Schnitt und 777 Höhenmeter.