Heute morgen 7 Uhr. Raus auf die Laufstrecke, Intervalltraining. Mein Ziel: 4×1 KM mit 4:00min. Um das Ganze zu messen habe ich meine Polar S625X dabei.
Beim letzten Intervall treffe ich auf meine Physiotherapeutin, die sich gerade fit für einen Halbmarathon läuft. Wir laufen ein Stück gemeinsam und ratschen. “Wie schnell sind wir denn eigentlich?” – “Meine Polar sagt 5:20.” – “Mein Garmin sagt 6:20!” – “Uff!”
Eine Minute Unterschied zwischen den beiden Laufcomputern? Wie kann das sein? Mir ist klar, dass sich der Garmin an Satelliten hält, die Polar mit einem Trägheitssensor arbeitet. Aber eine ganze Minute Unterschied? Was stimmt jetzt? Liegt die Wahrheit in der Mitte? Bin ich vielleicht langsamer als immer gedacht? Oder Petra schneller?
Mit tiefem Misstrauen gegen unsere Laufcomputer verabschieden wir uns. Dieses Rätsel – es lässt mir keine Ruhe – muss ich lösen…
Meine Erfahrung mit der aktuellen Pace des Forerunners ist, dass man die getrost wegschmeißen kann. Ist auch verständlich, denn der FR misst alle fünf Sekunden, glaube ich, einen Wegpunkt. Angenommen die Genauigkeit liegt bei 5 Metern (genauer habe ich noch nie angezeigt bekommen). Bei einem 5:30er Schnitt kommst Du in den fünf Sekunden 15,2 m weit. Oder eben beim FR 20,2 bzw. 10,2 m, was einem Schnitt von 4:07 bzw. 8:10 entspricht.
Besser wäre es gewesen, Deine Physiotherapeutin hätte den FR so eingestellt, dass er die Durchschnittspace der aktuellen Runde anzeigt. Das geht automatisch jeden Kilometer von neuem und man hat nach vielleicht 50 Metern einen relativ genauen Wert.
Unabhängig davon habe ich bei meinem FR eine Ungenauigkeit von ca. 1% festgestellt. Ist aber auch logisch, weil jeder Wegpunkt immer etwas neben der gelaufenen Strecke liegt. Somit zeigt der FR IMMER eine zu lange Strecke an.
Coole Info, Danke Uli. Ich geb das mal an die Physio weiter und hoffe insgeheim, dass sie falsch liegt – was ja auch für sie besser wäre, da sie ja dann auch wesentlich schneller wäre
Der Forerunner ist enorm abhängig von der Umgebung. Im flachen Land, ohne Bäume und Häuser traue ich ihm einigermaßen.
Wenn er aber nicht genug Satelliten bekommt wird er ungenau oder lässt zwischendurch Messungen aus. Wenn dann Messung X die letzte Messung ist, Du dann einen gewundenen Pfad herunter läufst und Messung Y dann erst wieder erfolgt, nimmt der Forerunner meiner Ansicht nach die Gerade zwischen X und Y. Und schon bist Du eine kürzere Strecke gelaufen. Also genau ist bei dem Ding nix
Mal ne ketzerische Frage: Was ist dann der Spaß an so nem GArmin Ding?
Noch ne ketzerische Frage: Egal ob 5:20 oder 6:20, du wolltest doch 4:00 laufen, oder? Das ist aber beides meilenweit weg davon
Die Antwort ist simpel: NACH den Intervallen, beim AUSLAUFEN bin habe ich Petra getroffen und bin mit ihr gelaufen. Meine Intervalle lagen alle brav um die 4:00. Ok?
Genau das wollte ich hören bzw. lesen
Allerdings wird das keine super Zeit beim Schliersee-Tri. Dazu ist das Gelände zu wellig. Wenn’s schlecht läuft, lieg ich gar um die 50 Minuten. Aber ich will hauptsächlich Spaß
Habe letztes Jahr auch 49:26 Minuten gebraucht am Spitzingsee. Fies sind vorallem Laufkilometer 2 und 3 bevor es dann auf die See-Runden geht.
Danke Reiner, das macht mir Mut
Mein Problem letztes Jahr dort war, dass ich bis auf den Schlussanstieg die Radstrecke nicht gekannt habe. Habe mich zu sehr darauf konzentriert, derweil haben mir aber die Steigungen vorher schon ziemlich viel Saft aus den Beinen gezogen.