Damoklesschwert Kompartment-Syndrom

Gestern war ich also bei der Ärztin. Und auch die hat nochmal in die selbe Kerbe geschlagen. Kompartment-Syndrom. Das sei schon eine ernstzunehmende Gefahr, die es zu vermeiden gelte. Ich soll diese Woche wirklich den Fuß hochlegen und schonen. Krankmeldung bis einschließlich Freitag, nächste Nachprüfung am Mittwoch.

Nun muss ich mich doch mal genauer damit beschäftigen: was ist das Kompartment-Syndrom?

Kompartments sind sozusagen Muskeleinheiten, mehrere Muskeln die durch eine Bindegewebsschicht zusammengehalten werden und eine funktionale Einheit bilden. Mit dabei sind natürlich noch Adern und Nerven. Die Bindegewebshülle liegt nun um dieses Kompartment und ist relativ straff. Erhöht sich nun in diesem Kompartment der Druck – etwa durch Flüssigkeit darin – kann das Bindegewebe nur bis zu einem gewissen Punkt nachgeben. Ist der überschritten, werden Nerven und Blutgefäße abgequetscht. Im übelsten Fal heißt das, dass die Muskeln absterben. Der Druck muss raus, und das ist nur durch eine zeitnahe Operation möglich.

Das Kompartment-Syndrom tritt häufig im Unterschenkel auf, und wenn ich das recht interpretiere hat es bei mir genau den “gefährlichen” Muskel erwischt.

Wer mehr wissen möchte: die Erklärung bei Wikipedia gibt es hier.

Allerdings sagt der Artikel leider nichts darüber aus, wie lange nach dem Unfall sich so ein Kompartment bilden kann. Erstaunt bin ich darüber, dass das wohl auch im Training einfach so passieren kann. Triathleten werden sogar als Risikogruppe aufgezählt.

Aber auch hier fehlt mir wieder, welche Wahrscheinlichkeit es gibt, dass nach einer Verletzung oder im Training so ein Kompartment-Syndrom auftreten kann. Überhaupt sagt der Eintrag wenig zu Wahrscheinlichkeiten aus.

Vielleicht hat Doktor Windwand noch Infos? Lebende Wirbelschlepe, bitte kommen!

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3 Responses to “Damoklesschwert Kompartment-Syndrom”

  1. Jörg sagt:

    Was willst Du mit Wahrscheinlichkeiten in der Medizin? Jetzt stell Dir mal vor, ein naher Verwandter liegt auf der Intensivstation und der Arzt sagt Dir, daß er es zu 35% überleben wird. Hilft Dir das in Deiner Situation weiter? Nein! Du machst Dir ja auch keine Gedanken darüber, daß die Wahrscheinlichkeit, daß Die Wahrscheinlichkeit eine Grippe zu bekommen jedes Jahr zwischen 5 und 15% liegt, und die Wahrscheinlichkeit eine Grippe zu bekommen und daran zu sterben bei 0,02%. Klingt wenig, bringt Dir aber nichts, wenn grade Du derjenige welche bist…

  2. stephan sagt:

    Das is mir schon klar, aber es beruhigt, wenn man weiß, dass etwas nicht allzu wahrscheinlich ist. Es ist halt mal interessant.

  3. stephan sagt:

    PS: Im Beipackzettel von Medikamenten werden ja auch Wahrscheinlichkeiten für Nebenwirkungen angegeben.

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