Kurz mal zu einer Seite, die in meinem Blog noch selten Erwähnung fand: Ich bin Fußballfan, Anhänger der SpVgg Fürth. Ich könnte auch Bayern-Fan sein – dann wäre sicher einiges viel leichter. Aber ich glaube, dass man irgendwie keine Wahl hat: Dort wo man geboren ist, diesem Verein ist man treu.

Keine Sorge, das ist und bleibt ein Blog über Triathlon, Laufen und Radsport. Aber manchmal will ich auch andere Dinge kommentieren. Diesmal: Derby.

Das älteste Derby Deutschlands – da haben sich Schalke und Dortmund noch nicht mal gekannt – trägt die SpVgg mit dem Club aus Nürnberg aus. Derby heißt das deshalb, weil zwei direkt benachbarte (in diesem Fall zusammengewachsene) Städte ein Spiel austragen. Oder wie Wikipedia weiß: “[...]bei dem zwei stark rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinander treffen.”

Doch seit zwei oder drei Jahren grassiert unter deutschen Sportjournalisten das Derby-Fieber. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird zum Derby erhoben: Augsburg – 1860 München etwa. Oder Ingolstadt und Fürth. Wenn Wolfsburg gegen Hannover spielt, ist es ein Niedersachsen-Derby und – obacht! – spielen der Hamburger SV und München gegeneinander, wird daraus flux das Nord-Süd-Derby. Des Schwachsinn Gipfel!

Na gut, liebe Sportjournaille, versuchen wir es also mit etwas Lehrstoff:

1860 geg. Bayern = definitiv ein Derby (Emotion, Nähe)
Augsburg – 1860 = kein Derby (wenig Emotion, geringe Nähe)
SpVgg Fürth – 1.FCN = Jawoll, Treffer! Ein Derby – Tradition, Emotion, Nähe – alles da
Ingolstadt – 1. FCN = kein Derby. Keine gemeinsame Tradition, man ist sich herzlich egal.
Bayern – HSV = kein Derby. Zwar traditionsreich und bisweilen aufgeladen – aber regional? Dito Dortmund – Bayern.
Dortmund – Schalke = …naja. Da muss man nix zusagen, gell?

Also, ich hoffe es hilft.