Doping bei Olympia: Da wird mir schlecht
Doping August 11th, 2008Habe gestern diesen Artikel über Doping bei Spiegel online gelesen. Komisch, dass ein solcher Text gar keinen Wirbel erzeugt bei Olympia. Ginge es dabei um Radfahren, wäre der Teufel los. Aber wir wollen uns ja jetzt nicht noch die Spiele zerreden, nicht war?
Ach so: Doping gibt es ja doch auch bei der diesjährigen Olympiade: Die bösen Radfahrer wieder… Eine Spanierin. Zufall?
Du willst Du nicht tatsächlich die sauberen Schwimmer oder Leichtathleten verdächtigen? Am Ende noch die Fußballer!
Die Radler waren schon immer unheimlich und sind es noch.
Das und alles, was bisher zum Thema Doping im Höchstleistungssport herausgekommen ist, kann sich jeder denken, der mal ernsthaft eine Sportart trainiert hat. Um besser zu werden, muss man häufiger und intensiver trainieren. Aber irgendwann stößt sich das mit den Regenerationszeiten, da ist dann eine natürliche Grenze erreicht, die sich, wenn überhaupt, nur noch minimal und sehr mühsam verschieben lässt. Trotzdem glauben wir an unsere sauberen deutschen Helden – und zahlen als Marathonis womäglich sogar dafür, mal quasi gleichzeitig mit denen auf der Strecke zu sein. Da frage ich mich schon manchmal, wo der gesunde Sportlerverstand geblieben ist.
Als Person finde ich diesen Heredia allerdings sehr interessant, mit wie viel Eifer er sich hinter die “Chemie der Leistungsoptimierung” geklemmt hat!
Also die Schwimmergebnisse liegen doch daran, dass wir keine Speedo-Anzüge bekommen? *blond schau*
Sücheeeeeeeeer, Kerstin
Heredia ist doch herzerfrischend – endlich mal einer, der was von der Materie versteht UND dem weder der Sabber aus dem Mundwinkel tropft vor Doper-Jagdeifer, noch die Tränen aus den Augen quellen, weil er sich nicht vorstellen kann, wie er jemals Teil von sowas werden konnte.
Das ist zynisch, ok. Aber mir hängt Franke mittlerweile noch weiter zum Halse raus als Dieter Baumann, Jeff d’Hont ist ein revanchistisch angehauchter Dünnbrettbohrer, und bei so vielen selbsternannten Dopingexperten gilt keine-Ahnung-aber-auf-jeden-Fall-ne-Meinung, dass ich mittlerweile gefühlsmäßig uns Rolf und Erik schon wieder lieb haben kann, auch wenn ich weiß, dass ich mich damit wieder in die ersten Reihe vom Kasperltheater setze. In der sitze ich beim ARD und ZDF eh schon lange nicht mehr, Fernsehsport gucke ich sowieso nur, um mir Tips zu holen, wie man richtig schwimmt oder radfährt. Eins vergisst man ja gerne: Meister ihres Fachs sind sie trotzdem alle noch. Schön anzuschauen sind sie auch, wenn man sich NICHT dafür interessiert, wer nun der Schnellste ist (vermutlich auch dann, wenn sie nicht gedopt sind).
Offenkundig bricht der Wahnsinn immer dann los, wenn herausgefunden werden soll, wer von den Sportlern, die da alle gleichzeitig das Limit das menschlichen Leistungsfähigkeit repräsentieren, der Schnellste und damit automatisch der Dubioseste ist. Vielleicht sollten sie einfach aufhören, um die Wette zu …. ?