Egal ob der Ausrichter eine Eventagentur ist oder ein sympathischer Verein – Breitensport-Veranstaltungen leben von freiwilligen Helfern. Das hat der Stadttriathlon München auch dieses Jahr gezeigt. Denn trotz schlechten Wetters fanden sich jede Menge Menschen ein, die ihren Sonntag hingaben, damit Triathleten den Wettkampf genießen konnten.

Und nur so funktioniert das: Es muss diejenigen geben, die ihre Nächte neben dem Beruf damit verbringen zu organisieren. Aufgaben gibt es schon im Vorfeld genug: Sponsoren-Akquise, Materialbeschaffung, Miete und Verhandlung mit Betreibern, Genehmigungen von der Stadtverwaltung, Organisation von Helfertreffen, Besorgen von Absperrgittern, Pressegespräche, Webseitenpflege, Verpflegungsplanung (Kuchen, Wasserstationen, etc), Helfereinteilung, Planung der Wechselzonen, der Beutelausgabe… die Liste lässt sich fast unendlich weiterführen.

Am Wettkampftag braucht es weitere flinke Hände, die das geplante mit Augenmaß, Sachverstand und guter Laune umsetzen. Menschen, die an einem Sonntag um 6 Uhr auf der Matte stehen, Menschen, die bis spätnachmittags durchhalten, wenn der letzte Triathlet bereits das Gelände verlassen hat – dann, wenn das große Aufräumen beginnt. Wenn Müll abtransportiert wird, wenn Fundsachen zusammengetragen werden, wenn die Gitter aufgeräumt werden, die Gestänge der Wechselzone abgebaut werden… Dann wenn der Athlet längst zufrieden die geplagten Beine hochlegt.
Ohne diese Menschen klappt keine Veranstaltung. Ob das nun der Streckenposten oder Großorganisator ist. Ohne Helfer kein Triathlon.

Warum erzähle ich das? – Aus zwei Gründen:

1. Jeder Triathlet sollte sich das einfach vor Augen halten. Selbst wenn mal was schief geht, selbst wenn etwas nicht ganz optimal ist – es ist stets besser, als gar nichts.
2. Jeder Triathlet sollte sich das Helfererlebnis einmal selbst gönnen. Denn es macht Spaß hinter die Kulissen zu blicken und ein Erlebnis für andere möglich zu machen.