Garmin Alpentriathlon 2010 – eiskalt am Berg

Inhalte der Starttüte des garmin Alpentriathlon 2010

Inhalte der Starttüte des Garmin Alpentriathlon 2010

Zum Ausklang der Triathlon-Saison habe ich mir noch einmal ein echtes Schmankerl ausgesucht: Den Garmin Alpentriathlon 2010. Eine Kurzdistanz – aber die Zahlen 1,5 – 40 – 10 (Distanzen Schwimmen – Radfahren – Laufen in Kilometer) klingen da wenig spektakulär. Besser charakterisiert dieser Zahlendreiklang diesen Triathlons vom Schliersee zum Spitzingsee:

14,8 – 840 – 1.300

14,8 Grad Wassertemperatur hatte der Schliersees. Neoprenanzug war Pflicht, ein Grad weniger und es wäre ein Duathlon geworden.

840 Höhenmeter hatten die Triathleten beim Radfahren zu überwinden.

1.300 Teilnehmer aus 29 Nationen gingen in sieben Gruppen an den Start. Für eine Kurzdistanz eine beachtliche Zahl.

Mein Wettkampf

Den Alpentriathlon wieder zu bestreiten, das war eine Entscheidung zugunsten der Berge. Wenigstens ein Rennen in diesem Jahr wollte ich meiner roten Göttin gönnen, nicht dem Zeitfahrrad. Zudem wollte ich noch die Rest-Form ausschöpfen.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte: Die Form war schon stark erschöpft. Zwar habe ich im Training noch einmal aufgesattelt, aber zwei Tage vor dem Wettkampf fuhren mir nachts Krämpfe ins Bein. Ein Zeichen, dass es mit dieser Saison einfach getan war…

Trotzdem: Auch bei unfreundlichem Wetter stehe ich um kurz vor zwölf Uhr am Schliersee. Eingeschwommen habe ich mich nicht. Ein Tipp meines Trainers: Bei solchen Temperaturen an Land aufwärmen, dann volle Kanne Start im kalten Wasser. Grund: So kühlt man beim Warten auf den Start nicht aus. Und es funktioniert! Nach dem Startschuss lasse ich die meisten Schwimmer hinter mir, um die Wassertemperatur mache ich mir dabei kein Sorge, das hohe Tempo zu Beginn macht mich warm genug. Außerdem habe ich gerade anderes zu tun: Orientieren zum Beispiel. Allerdings haben wir im Training auch solche schnellen Starts oft geübt.

Wechsel verpatzen – so geht's

Nach rund 26 Minuten entsteige ich den Fluten und renne zur Wechselzone. Und hier lasse ich so richtig Zeit liegen. Da es kalt ist, hatte ich mir Ärmlinge, Radhandschuhe und Socken bereit gelegt. Netter Versuch! Ich komme in nichts rein. Zum einen sind meine Hände eiskalt, so dass ich kaum etwas greifen kann, zum anderen lässt die Nässe jeglichen Stoff sofort an der Haut kleben. Die Lektion hätte ich

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doch bereits vom Ferropolis mitnehmen können. So dauert es fast vier Minuten in der Wechselzone eins und noch während des Herauslaufens zerre ich mit dem Mund an den Handschuhe und den Ärmlingen. Die Radsocken musste ich liegen lassen.

Auf der Radstrecke

Es rächt sich schnell, dass ich die Socken nicht angezogen habe. Meine Füße spüre ich während der nächsten 40 Kilometer gar nicht mehr. Hauptsache die Beine wollen. Doch auch die fühlen sich nicht so geschmeidig an, wie im Training. Ich wollte ja oft im Wiegetritt anschieben. Doch die Waden, in die eben die Krämpfe Donnerstag gefahren sind, zeigen sich dabei wenig gnädig. Die ersten Anstiege fahre ich daher noch im Sitzen, erst später kann ich in den Wiegetritt.

Über die Strecke gibt es sonst wenig zu sagen. Ich kenne sie sehr gut, achte dort auf gefahren, kenne die Anstiege. So verläuft alles nach Plan bis zum Spitzingsattel. Kurz vorher überholt mich noch Blogger-Kollege Rainer, dem ich derzeit weder beim Radfahren, noch beim laufen das Wasser reichen kann. Chapeau!

MRRCler beim Alpentriathlon

MRRCler beim Alpentriathlon

Auch zur Auffahrt zum Sattel kann ich nur bemerken. Es geht gut, aber nicht besser als 2008.

Laufen

2010 sicherlich für mich ein Jahr des Laufens. Stilistisch und auch auch von der Zeit habe ich mich hier gut verbessert. Nicht zu vergessen: Ich habe 2010 meinen ersten Marathon absolviert.

So hoffe ich auf einen deutlichen Sprung bei der Zeit rund um den Spitzingsee. Doch Wehe! Zwar verläuft der zweite Wechsel gut, aber meine Zehen spüre ich erst nach drei Kilometern wieder. Keine gute Voraussetzung für eine Top-Zeit. Dafür merke ich recht bald, dass sich Krämpfe ankündigen – überall am Bein. Die Kälte, die hinter mir liegende Saison, die Auffahrt zum Spitzingsattel – sie alle fordern jetzt Tribut. Ich muss rausnehmen um anzukommen.

Fazit – Gutes und Schlechtes

Was war gut? Zum einen konnte ich mein Schwimm- und Laufzeit zumindest leicht verbessern, die Radzeit blieb gleich. Eine große Verbesserung: Ich konnte dieses Mal im Ziel sofort den Kaiserschmarrn zu mir nehmen, mir war nicht schlecht wie im Jahr 2008.

Es bleibt aber, dass ich unter meinen Möglichkeiten gelaufen bin, dass ich beim Radfahren mehr vor hatte und den ersten Wechsel versaut habe.

Nächstes Jahr findet der Alpentriathlon dann wieder mitten in der Saison statt, habe ich gehört. Vielleicht greife ich da erneut an…

Meine Zeiten:
Gesamt: 2:48:41
Schwimmen: 26:47 – Radfahren: 1:35:38 – Laufen: 46:15

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3 Responses to “Garmin Alpentriathlon 2010 – eiskalt am Berg”

  1. claus Sauer sagt:

    …ja da geb ich dir recht, es war saukalt aber trotzdem ist dieser Tria immer ein Highligt und absolutes Muss für mich.
    Hab auch einiges an Zeit in der ersten Wechselzone liegen lassen aber man muss ja am Montag wieder arbeiten. Aber ein Tipp, die Armlinge und Handschuhe auf den ersten Mter auf dem Rad anziehen. das klappt recht gut.
    grüße und bis nächstes Jahr am Spitzing. Vielleicht bleib ich dann unter 2.50 – mein Ziel.
    es grüßt #1018 – Claus

  2. Sonja sagt:

    …bei den Temperaturen hätte ich nicht ins Wasser mögen! die Lust, teilzunehmen, verging mir beim Zugucken & Frieren sehr rasch. Kompliment, nächstes Jahr bin ich vielleicht auch dabei

    Gruß
    Sonja

  3. stephan sagt:

    Hi Claus,

    Die Armlinge am Rad anziehen halte ich bei der Strecke für etwas problematisch, da die ersten vier Kilometer voller Schlaglöcher sind. Sonst hast Du Recht: Windweste und Co hatte ich eh in die Trikottaschen.
    Für die Socken fehlt mir noch eine Idee. Eigentlich wollte ich Neoprenkappen vorne über die Schuh machen, aber die passten nicht, die ich daheim hatte… Pech.

    Jedenfalls hast Du recht: Immer ein Highlight.

    Stephan