Garmin Alpentriathlon 2011 – Donner und Hagel

“Und? Hat es Dir gefallen?” fragt mich ein anderer Triathlet. Ich zögere und bringe schließlich nur “Ich weiß nicht.” hervor. “Gute Antwort!” grinst der andere.

Sonntag – und ich weiß immer noch nicht, was ich vom gestrigen Garmin Alpentriathlon halten soll. Klar, hart ist er immer. Das liegt in der Natur der Rad- und Laufstrecke. Letzten September war er sicher härter, da war das Wasser deutlich kälter.

Was also lässt dieses gemischte Gefühle bei mir zurück?

Vielleicht das Chaos beim Einchecken, das einen ungewöhnlichen Schatten auf die sonst (wie immer) perfekt organisierte Veranstaltung warf? Dieses Jahr hatte sich die Orga einen neuen Zeitnehmer geholt. Dessen klobiges Chipband löste beim Einchecken der Schwimmer auf der entsprechenden Matte kein Signal aus. Und so gab es Stau – viele Triathleten verpassten gar ihre Startgruppe.

Dagegen steht meine ordentliche Schwimmzeit 26:01. Keine Prügelei im Wasser, ich konnte die Technik sauber umsetzen. Das stimmt mich wieder positiv.

Radfahren – liegt hier das Problem? Es war kühl und regnete einige Male. Andere Teilnehmer kamen gar in Hagelschauer und Gewitter. Das Wetter konnte ich noch wegstecken, aber dass meine Wade beim ersten heftigeren Wiegetritt krampfte, ärgert mich immer noch. So konnte ich mein Potential am Berg nicht abrufen und fuhr mit 01:37:56 gar zwei Minuten langsamer als letztes Jahr.

Und dann das Laufen: Auch hier (47:10) habe ich zum letzten Jahr eine Minute eingebüßt. Das Laufen hat mir gar nicht getaugt – ständig Probleme oberhalb des Bauches. Unlocker…

Im Ziel Kaiserschmarrn, Blick auf die Berge, Wärmedecken – das entschädigt. Reicht aber nicht, dass mir dieser Wettkampf gefallen hat. Zudem stelle ich fest, dass mir das Chipband einige ärgerliche Wunden am Knöchel beschert hat.

Wetter, Chipband, Leistung – all das gibt einen Mix an Gefühlen. Ich hab mich durchgebissen, wie alle hier. Genießen konnte ich es nicht.

Tja, ich bleibe weiter ratlos, ob mir der Garmin Alpentriathlon 2011 gefallen hat. Da bleibt halt nur eins: Ich muss wiederkommen und schauen, ob es mir dann gefällt.

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2 Responses to “Garmin Alpentriathlon 2011 – Donner und Hagel”

  1. Din sagt:

    Schade, dass du so ratlos zurück bleibst, aber beim Schwimmen waren ja die Bedingungen eigentlich ganz gut, auch wenn der Anfang steinig war. Letztlich bist du aber trotz des Wetters und anderer unschöner Wendungen ins Ziel gekommen. Glückwunsch dafür!

  2. Radfahrer sagt:

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch für deine Leistung. Die Bedingungen waren ja alles andere als gut..

    Hut ab

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