So, jetzt hat es mich also auch mal erwischt. Trotzdem ich viel getrunken habe (wohl nicht genug) und ich bereits gut trainiert habe, bin ich am Samstag beim Training eingegangen wie eine trockene Priemel.
34 Kilometer mit Endbeschleunigung der letzten acht auf Wettkampf-Tempo. So der Plan. Aus der Beschleunigung wurde dann aber eine Entschleunigung. Und nie musste ich mit acht lausigen Kilometern so kämpfen.
Zum Schluss hin wollte ich nur noch ankommen. Wollte nur noch nicht verrecken im Englischen Garten. Mir war schon nicht mehr heiß, sondern es wurde langsam wieder kalt – Anzeichen für das Zusammenklappen des Kreislaufs.
Das Desaster hat noch einen schlimmen Nachteil: Es war das letzte große Training vor dem Marathon in zwei Wochen. Mit dem Gefühl des Scheiterns in den Wettkampf? Keine gute Sache.
So bleibt mir also nur daraus zu lernen: Bei der Hitze muss an Flüssigkeit einfach rein, was nur geht. Mein Trainer sagte mir im “Kopf-hoch-Gespräch”, dass die Triathleten auf Hawaii bis zu 15 Liter zu sich nehmen während des Wettkampfs. Klar: Hyperhydrieren darf man auch nicht, aber konstant zutrinken und eventuell Salztabletten einwerfen – das hätte sicherlich dieses Desaster am Samstag verhindern können.
Ansonsten hoffe ich, dass in Roth das Wetter nicht ganz so heiß ist.