Ismaninger Winterlaufserie 2009 – Teil 3: 21 KM

Winterlauf – diesmal verdient die Serie ihren Namen. Es liegt Schnee, und zwar dicke!

Die Tage davor hatte ich eher Respekt vor dem Eis, das sich überall bildete. Doch beim Start am Sonntag ist alles weiß: nicht r

utschig, sondern pulvrig. Und das bringt ganz eigenen Probleme beim Laufen. Wohl dem, der über kräftige Muskeln verfügt, die ihm Ausgleichbewegungen ermöglichen.

Nach dem Start allerdings kommt erst wieder der übliche Kampf um die Platzierung vorne. Und wieder – wie jedes Mal – falle ich darauf rein, dass viele Läufer sich VOR der Startlinie aufstellen. Gefühlt stehe ich unter dem Startbanner und dennoch sind wieder hunderte (kein Spaß) vor mir – viele davon wieder erheblich langsamer. Nunja. Ismaning eben, das gehört mittlerweile dazu.

Bis nach der Unterführung ist alles wie immer, danach ist nichts mehr, wie es war. Denn die Veranstalter mussten aufgrund einer Baustelle eine andere Route für den Halbmarathon wählen. Jegliche Vergleichbarkeit mit den Zeiten des Vorjahres war damit sowieso dahin. Diesmal geht es erst in eine kleine Schleife, die dann in eine große Schleife übergeht. Eine gute Lösung für das Problem. Die Strecke ist durchaus schön…

Dazu kam aber noch der schwierige Untergrund: Griff! Griff! – Es ist, als trete man immer wieder in eine dicke Matraze, die keinen Halt bietet. So ist jedes freie Stück Boden ein echt erholsames Fest für die Füße.

Ich kämpfe mich durch bis zum Kilometer 18. Leider mit nicht so guten Durchgangszeiten, ab der Hälfte komme ich kaum noch über die 5 Minuten pro Kilometer hinaus. Ab dem 18er eben wird es dann nochmal richtig fies, denn nun ist mehr Eis unter dem Schnee – und noch weniger Griff auf der Sohle. Kaum zu glauben…

Endlich – nach dem Tunnel – habe ich wieder festen Boden unter den Füßen, eine Wohltat. Ich gebe nochmal Gas, kann weit ausgreifen – doch was kann ich schon noch erreichen auf einem Kilometer. So laufe ich mit 1:44:50 handgestoppt ein.

Ismaning, die Winterlaufserie: Jedes Jahr bin ich dabei, jedes Jahr hat eigene Herausforderungen. Dieses Mal war es schwer, aber ich habe alle drei Läufe absolviert und lande in der Gesamtwertung mit 04:03:10 auf Platz 33 von 70 in der AK-Wertung M35 – nicht überragend, aber ich bin zufrieden.

Jetzt darf es dann mal Sommer werden…

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One Response to “Ismaninger Winterlaufserie 2009 – Teil 3: 21 KM”

  1. Sonja sagt:

    Was uns nicht umbringt macht uns hart! ich habe mich mittlerweile auch mit meiner Zeit abgefunden, immerhin habe ich jetzt eine “Damals”-Story mehr zu erzählen. Laufen gegen einen Sturm, bei 38° Hitze, im Schlamm auf weggeschwommenen Wegen an einem Abgrund entlang, und jetzt also ein quasi-Strandlauf durch den Schnee. Auf Asphalt bei 15° laufen kann schließlich jeder ;-) !!!!

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