Bild aus dem Video der Laufanalyse

Bild aus dem Video der Laufanalyse

Die Saison ist vorbei – Zeit zu analysieren, was ich nächste Saison besser machen kann. Ein Punkt ist sicherlich mein Laufstil: Schon durch einige wenige Änderungen, die mir mein Trainer von Bunz-Sportcoaching angeraten hatte, konnte ich bei den Läufen mehr Tempo herausholen. Allerdings war mir zusätzlich an einer umfassenden Analyse gelegen, die mir weitere Hinweise geben könnte. Vor allem war mir wichtig: Ich möchte anschließend Auswertungen in der Hand halten, die ich in Ruhe und öfter ansehen kann. Mein Weg führte mich zu Movilo, die genau das versprechen.

Meine Laufanalyse dort dauerte zirka 45 Minuten. Darin enthalten:

  • Abtasten der Füße, Untersuchen der Beine
  • Scannen der Fußsohle
  • Gehen über eine Abdruckplatte
  • Laufen in Laufschuhen mit Drucksensor-Einlagen
  • Aufnahmen durch Hochgeschwindigkeitskameras auf dem Laufband

Die Kameras haben mich jeweils aus allen Perspektiven aufgezeichnet: Vorne, seitlich, hinten. Ich durfte dabei nur die Unterhose anlassen – aber nur so sieht man alles.

Die Video-Aufnahmen hat der Physiotherapeut ohne und mit Laufschuhen an den Füßen gemacht.

Aufgrund dieser Daten kann nun der Physiotherapeut auf Fehler beim Bewegungsablauf hinweisen und muskuläre Dysbalancen erkennen. Ergebnis: Bei mir soweit alles in Ordnung – eine wichtige Info für meine Verletzungsprophylaxe. Allerdings muss ich wieder vermehrt Rumpfstabi machen und habe Tipps zur Verbesserung des Stils bekommen: Lauf-ABC, Übungen für den Po.

Der Clou bei Movilo ist das Netzwerk: Sie arbeiten für Einlagen dann direkt mit dem Orthopädie-Techniker zusammen, oder stellen dem Sportgeschäft die Infos beim Kauf der Laufschuhe zur Verfügung. Zitat von der Movilo-Webseite:

“Die Besonderheit des Konzeptes von MOVILO liegt in der engen Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeut, behandelndem Arzt, Orthopädietechniker und Sportfachhandel.”

Das werde ich natürlich noch testen, sobald ich mir bei Ruscher neue Schuhe kaufe.

Auf Nachfrage bekomme ich die Videos auf CD gebrannt und einige Ausdrucke der Scans und Sensormessungen. Und hier setzt auch mein einziger Kritikpunkt an: Wir Amateur-Sportler lieben es doch geradezu uns mit Auswertungen, Büchern, Plänen und Protokollen zu beschäftigen. Einen schönen, gepflegten, zusammengehefteten Abschlussbericht hätte ich mir automatisch gewünscht – nicht erst auf gezieltes Nachhaken. Insgesamt fehlte mir ein wenig die Begeisterung für den Sport – alles war routiniert und recht still. Das lag aber vielleicht auch am frühen Montag-Morgen…

Fazit: Insgesamt eine lohnende Aktion. Wie viel die Sache wirklich bringt, das wird sich dann erst bei den nächsten Schritten erweisen: Kaufen neuer Laufschuhe, bestellen von Einlagen, etc.