Derzeit bereiten mir zwei wunderbare Bücher wahre Lesefreude. Beide sind von Andreas Beune, beim Zweiten hat auch Walter Drögenpütt mitgeschrieben. Sie heißen “Rennfahrerblut ist keine Buttermilch – das Buch der Radsportzitate” und “Kette rechts! Im großen Gang durch das unnütze Radsportwissen”.

Das erste ist eine vergnügliche Sammlung bekannter und unbekannter Bonmots von Radsporthelden, Kommentaroren und Dopingsündern. Ein Beispiel aus den Seiten:

Ich sah den “Peugeot”-Schriftzug auf meinem Trikot und erinnerte mich, dass ich Radprofi war. Aber bei welchem Rennen? Bernhard Thévenet nach einem Sturz bei der Tour de France 1972

Es wimmelt vor Martialischem, Lächerlichem, Großartigem und Heuchlerischem. Unkommentierte Zitate zeigen einen unverschleierten Blick auf den Radsport.

Wie sich Radsport aber im täglichen Leben manifestiert, beweisen die Fakten im Buch das unnützen Radsportwissens. Zum Beispiel deutsche Radsportclubs mit Tiernamen oder die Bildschlagzeilen über Jan Ullrich (besonders gelungen: “Ullrich: Ohrring raus” oder “Volle Ulle gegen Armstrong”).

Das Buch hält sein Versprechen: Es ist nahezu nutzlos – abgesehen davon, dass man vielleicht ab jetzt merkt, dass “Du sprintest wie ein Kühlschrank”  kein Kompliment ist.

Das Wichtigste aber: “Kette rechts! Im Großen Gang durch das unnütze Radsportwissen” ist sehr unterhaltsam.