Ostparklauf in München

Was für ein familiärer Wettkampf: Gerade mal um die 150 Starter gehen an diesem Sonntag mit Chromokate und mir ins Rennen beim Ostparklauf. Es ist ein Lauf, kein “Event”. Soll heißen: Der Verei

n TSV München Ost stellt das Nötigste bereit – aber das gut. Die Veranstaltung ist nicht überladen, sie läuft reibungslos ab, dafür fehlen großartige Messebereiche und auch der Start-/Zielbereich kommt ganz ohne grandiose Aufblastore aus. Alles geht hier einfach nur um das Laufen.
Ich starte auf den zehn Kilometern. Drei Runden, die es in sich haben. Denn direkt nach dem Startschuss und einer halben Runde auf der Laufbahn geht es in drei Serpentinen den Hügel zum ersten Mal hoch. Ich bin doch noch nicht mal ganz warm!

Apropos “nicht ganz warm”: Die Temperaturen sind heftig niedrig. Dazu kommt noch ein eiskalter Wind auf der Ebene. Die erste Runde macht mir gar keinen Spaß. Ich lege mir innerlich schon die Ausreden parat: “Ich hatte bis gestern noch Schnupfen, ich trage neue Schuhe, das Schwimmen gestern hat mich geschwächt, ich trage zum ersten Mal Kompressions-Socken, mir ist zu heiß… mir ist zu kalt…”

Ich will meine Zeit mit meinem Gefühl synchroniseren: Bin ich tatsächlich so lahm, wie ich mich fühle? – Keine Ahnung, denn ich habe vergessen beim Start auf “Start” zu drücken. Also keine private Zeitnahme. Das wird ja immer besser… Wo eh alles verkorkst ist, kann ich mich ja entspannen.

Und prompt nehme ich einfach den Spaß mit. Es gibt einige Anstiege zu nehmen, dafür warten ob stets Helfer und Fotografen, die einen wunderbar anfeuern. Ich komme langsam in einen Rhythmus und konzentriere mich auf das Laufen, nicht auf meine Gedanken. Zwar zu spät, denn ich bin schon in der dritten Runde – aber immerhin.

Der Wind bläst immer noch eisekalt – das hat einen bösen Nebeneffekt: Die Wege überfrieren mit Glatteis. So rutsche ich in einer 90 Grad Kurve fast aus. Ich nehme wieder etwas Tempo raus. Noch einen Sturz – darauf habe ich gerade keine Lust.

Schließlich laufe ich mit 0:45:54 ins Ziel ein. Für einen Zehner sicher keine bahnbrechende Zeit. Ganz im Gegensatz zu Chromokate, die ihre Erdinger Zeit noch um über eine Minute verbessert hat – und das bei diesen Hügeln! Erstarter Jan schafft mal locker eine Zeit um die 40 Minuten. Respekt!

Nach dem Lauf noch duschen, dann nichts wie weg, uns allen klappern schnell die Zähne. Und so fehlt das gemeinsame Rumstehen, Trinken, Ratschen – der Ostparklauf ist eben ein Lauf, kein Event…

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One Response to “Ostparklauf in München”

  1. Reiner sagt:

    Und wie ist dann der Eindruck von den Kompri-Strümpfen?

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