Gelesen: “77 Dinge, die ein Läufer wissen muss” von Dr. Matthias Marquardt

Dr. Marquardt hat mit der Laufbibel bereits ein Standardwerk für Läufer und Triathleten geschaffen. Seit April ist nun sein neues Werk auf dem Markt: “77 Dinge, die ein Läufer wissen muss”. Darin räumt er mit gängigen Läufer-Klischees auf, die ihm in seiner Praxis und seinem Laufseminaren begegnen.

Gleich beim ersten Fakt aus dem Bereich “Über ‘echte’ Läufer” fühlte ich mich am Schopfe gepackt: “Läufer sind keine Gesundheitsapostel” – genau! Ständig muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich morgens mit dem Aufzug fahre, OBWOHL ich doch Triathlet bin. Menschen denken eben in Vorurteilen – wenn ich Sonntags 20 Kilometer Laufe, fehlt das Verständnis, dass ich Montags dann einfach zu faul bin Treppen zu steigen. Klasse: Zum Einsteig hat er mich also gleich auf seine Seite gezogen, der Dr. Marquardt. (Obwohl er weiter hinten empfiehlt genau das zu tun: Treppen steigen statt den Aufzug zu nehmen… nunja.)

Aber ich erwarte mehr: Konkreten Nutzen, reines Läuferwissen! – Erhalte ich auch. In Form von Kästen, den “persönlichen Tipps” von Dr. Marquardt. Sie fassen nochmal das Wichtigste eines Fakts zusammen und stellen Lösungen für konkrete Probleme vor. Prima!

Nur was passiert jetzt? Da kommen doch glatt einige unliebsame Fakten: Wir Läufer sind also schlechtere Liebhaber und das Runner’s high gibt es gar nicht? Malefitz! Wahrheit tut eben manchmal weh – gehört aber auf den Tisch. Gut. Das erste Kapitel ist rum, ich bin warmgelesen. Jetzt aber bitte den richtigen Stoff! Mal was für …äh… Profis! gehen wir in das Kapitel “Trainingsstart”.

77 Dinge, die ein Läufer wissen muss - von Dr. Matthias MarquardtFettstoffwechsel, Muskelkater, Seitenstechen… interessant. Aber nicht wirklich neu für mich. Also weiter in die Rubrik “Lauftechnik”. Da steht: “Der Gelenkknorpel ist aber nicht durchlutet, sondern ernährt sich wie ein Schwamm von Gelenkflüssigkeit.” – Wow! Jetzt geht’s los. Und dann kommt es schon: Ein mehrseitiges Techniktraining über den richtigen Laufstil. Hätte ich an der Stelle gar nicht erwartet – aber Dr. Marquardt will ja wichtiges Läuferwissen vermitteln. Fakt 25… Fußaufsatz, Schrittzahl, Kniehub.

Rubrik “Training” – jetzt geht es zur Sache. Dehnen, Kraftübungen, Umfänge – was bringt es, wie soll man es dosieren. Interessant und allemal nützliches Wissen. Zumal der Autor es fundiert vermittelt. Und endlich gibt es auch mal relativierende Sätze zum Thema Pulsuhren – dass Profis hauptsächlich nach Stoppuhr trainieren und Pulswerte tagesabhängig sind. Wunderbar! Kann ich mich am Läuferstammtisch doch nun endlich für meine Abneigung gegen das Puls-Piepen rechtfertigen.

Und dann bekommen auch noch Laufschuhe ihr Fett im fünften Kapitel weg: Sie sind gar kein Allheilmittel. Und ich erfahre, warum ich kein Marken-Fetischist sein soll, und welche Produktionszwänge die Hersteller einengen, warum es kaum Schuhe für Supinierer gibt und wie lange ein Laufschuh denn nun wirklich hält. Hoppla. Mein Kopf hängt mittlerweile recht tief im Buch – war ich nicht eben noch leicht gelangweilt. Hier ist es also, das Wissen, das ich wollte…

Ernährung. Marquard räumt mit Mythen auf, die mir offengestanden noch gar nicht zu Ohren gekommen sind. Unterhaltsam ist es allemal, dass es anscheinend Läufer gibt, die glauben, dass Gummibärchen gut für Gelenke seien. Ist natürlich nicht wahr… Weiter über Wasser, Säfte, Sportgetränke. Interessante Infos.

Marathon, Kapitel sechs. Auch für Mararthonis ist intensives Training wichtig. Und sogar das geliebte Radfahren hilft. Hier räumt Dr. Marquardt wirklich mit einigen hartnäckigen Mythen auf. Bis hin zum Thema Doping. Und da sind wir dann auch schon beim letzten Thema, der Gesundheit: Von der Erkältung bis zu Rückenschmerzen gibt es hier nochmal neun Fakten.

Fazit: “Die 77 Dinge, die ein Läufer wissen sollte”, genau die erfährt man in diesem Buch auch – der Titel verspricht nicht zu viel. Dabei wird dem Laufanfänger naturgemäß häufiger ein “AHA” entfahren, als dem Fortgeschrittenen. Bei Letzterem könnte das “AHA” dafür eher in ein lautes “OHA” münden, wenn er mit einigen eingeschliffenen Gewohnheiten aufräumen muss.

Auf welchem Niveau man sich auch befindet, unterhaltsam ist das Buch allemal. Es ist nämlich verständlich und spannend geschrieben. Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Das Buch gibt es auch bei Amazon.de zu kaufen, hier der Link:
“77 Dinge, die ein Läufer wissen muss” von Dr. Matthias Marquardt

21. Tölzer Triathlon 2009

“Ich bin disqualifiziert!” – der Gedanke bremst mich geradezu beim Radfahren. Aber ich kann es mir nicht anders erklären: Die Schwimmzeit von rund 20 Minuten kann nur bedeuten, dass ich eine Boje verpasst habe. Ergo bin ich wohl bereits raus aus dem Rennen.

Mir egal. Ich will das zu Ende fahren und laufen. Schließlich habe ich den Schnaiter Berg (max 13 Prozent) so oft geübt, dass ich ihn auswendig kenne. Ich will meine Trümpfe am Anstieg ausspielen.

Noch während ich den düsteren Gedanken nachhänge, schwenke ich ein zum Hechenberg, den ersten, sanfteren Anstieg der beiden. Es geht wunderbar. Genau zum rechten Zeitpunkt aus dem Sattel und Dampf machen, bei den flacheren Passagen wieder hinsetzen. Abfahrt hinter Hechenberg – hier kommt die gefährliche Kurve, vor der immer wieder gewarnt wird. Und klar: Auch dieses Jahr krabbelt wieder einer aus der Wiese. Gut dass nicht mehr passiert ist.

Der Schnaiter Berg kommt. Ich habe ihn auswendig gelernt. Warten! Warten! Nicht zu früh aus dem Sattel. nicht auf das kleine Blatt. Ich schaff das. Die Leitplanke kommt. Genau HIER raus aus dem Sattel und bis ganz hoch im Wiegetritt. Perfekt!

Auf halber Höhe treffe ich Chromokate (meine Freundin, mit den Frauen etwas früher gestartet), wir werfen uns einige Worte zu – unter anderem die Schwimmzeiten. Auch sie hat zu wenig Minuten für 1,5 Kilometer. Beruhigend. Dass wir uns beide verschwommen haben, kann fast nicht sein. Ich schöpfe Hoffnung.

Auf der zweiten Radrunde drehe ich nochmal auf – aber auf den Flachstücken mache ich keinen Stich gegen die schwereren Fahrer. Nur an den beiden Anstiegen hole ich wieder auf.

Die Abfahrt nach Tölz kommt. Ich konzentriere mich auf die Kurven – zu sehr. Denn ich vergesse meine Schuhe zu öffnen. So wird nix aus dem üblichen Abgang. Sprung – Laufen. Es geht auch so… rein in die Laufschuhe und auf die Piste.

Triathlon Tölz – das heißt: Anstiege. Nicht nur beim Radfahren. Auch beim Laufen. Es geht direkt eine kleine Treppe hoch. Der Weg ist matschig, nachts hat es doch recht geregnet. Jetzt herrscht dagegen Traumwetter: Angenehm warm, Sonne ab und zu – aber nicht zu viel.

Die ersten fünf Kilometer gehen permanent bergauf. Logischerweise die letzten fünf bergab. Beides liegt mir heute. Da vorne sehe ich daas Ziel, ich überhole noch einen Läufer. Habe schon einige Meter Vorsprung, doch er sprintet wie blöde los, verliert sogar seinen Walkman dabei und überholt mich noch. Aber warum? Warum behält er sich so viel Kraft für einen langen Sprint über? Irgendwie unsinnig, soll er die Kraft doch lieber für eine besser Gesamtzeit hernehmen. Sei’s wie’ sei…

Nach 2:24:44 beende ich den Tölzer Triathlon. Und bekomme prompt im Zielbereich das Rästel der Schwimmzeit gelöst: Anscheinend haben die Veranstalter eine Boje entfernt, um das Schwimmen zu verkürzen. Wohl weil der See zu kalt war.

Unter Strich habe ich eine Schwimmzeit, die ich nicht vergleichen kann, eine Radzeit, die beser sein könnte und eine Laufzeit, die ok ist, aber ebenfalls noch Potential hat. Für Karlsfeld muss ich noch einiges tun.

1. Fürther Autobahn Triathlon – geglückte Premiere

“Dou kannsd nacheradd aa nei.” – Wir sind in Franken, in Fürth, in meiner Heimat und ich genieße die Sprache, die gute Laune, die Luft. Erster Triathlon in Fürth… ich freue mich.

“In Fürth” ist natürlich relativ. Die Strecke verläuft eher an der Peripherie, am Kanal bei Atzenhof. Der Ort ist sauber gewählt, denn hier ist das ehemalige Flughafen-Gelände, also jede Menge Platz. Schwimmen werden wir im Hafenbecken. Kulisse: Große Industrie-Tanks, Kräne, Kaimauern.

Interessantes Detail: Veranstaltet wird der Triathlon von der Stadt Fürth selbst, vom Sportamt – übrigens ebenso der Metropol Marathon. Das gefällt mir: Statt hauptsächlich zu blocken und zu nerven, kümmert sich das Amt in Fürth einfach gleich darum, DASS ETWAS PASSIERT. Sollte sich so manch andere Behörde mal abschauen.

Es ist der erste Triathlon – und daher hat er auch noch Kinderkrankheiten: Die Beschilderung fehlt fast völlig. Wir wissen nicht, wohin wir sollen, müssen uns den Weg zum Parkplatz, zur Startnummerausgabe, zum Start selbst zusamenpuzzlen. Auffällig auch: Die Veranstalter scheinen keine Sekunde mit Regen gerechnet zu haben. Ein überdachtes Gebäude oder ein Zelt fehlt. Das kann im Mai funktionieren – oder auch schwer in die Hose gehen, wie mein eigener Verein jüngst erleben musste.

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Vor dem Schwimmausstieg - Foto: Andreas Goldmann

Schwimmen im Kanal – mir graust es davor. Ich habe einmal gesehen, wie der Kanal aussieht, wenn er leer ist (damals wurde ein Teilstück leergepumpt und ausgebessert). Egal, hilft nix. Die Schwimmstrecke im Hafenbecken ist ein komplizierter Zickzack-Kurs. Vorher Einschwimmen ist auch nicht möglich. So starte ich also (in der gleichen Gruppe wie meine Freundin übrigens) “kalt” in die 400 Meter. Zu allem Überfluss vergesse ich noch den Startknopf meiner Stoppuhr zu drücken.

Das Wasser ist braun und undurchsichtig, aber nicht so schlimm, wie erwartet. Die Sicht auf die Bojen aber ist kompletter Mist. So schwimme ich sicher nicht sehr gerade und steige nach 7:47 aus dem Wasser (was ich da noch nicht weiß). Der Wechsel klappt wunderbar. Rauf auf’s Rad und ab dafür.

Autobahn-Triathlon: Wir haben es mit einer gut asphaltierten, breiten Straße zu tun. Da es auch mehrere Startwellen gab und es nur rund 300 Teilnehmer sind, hat es unendlich Platz und ich sehe wirklich keinen, der Windschatten fährt. Ich drücke gut durch und besonders an den Kurven und den kurzen Anstiegen die Brücke hoch zur Wende kassiere ich viele Fahrer ein. Wiegetritt und Kurventechnik lohnt sich, liebe Triathleten!

Abstieg vom Rad - Foto: Andreas Goldmann

Abstieg vom Rad - Foto: Mareike Kamm

Nach 36:48 Minuten komme ich zum zweiten Wechsel. Die Helfer sind besorgt, sie haben wohl noch keinen aus der Fahrt absteigen sehen. Jetzt schon, es klappt super! Ich rausche in den Park fermé und weiter zu den Laufschuhen (neue Zoot Ultra Racer 2.0 – noch nie getragen). Schreck! Vereinskollege Markus L. ist auch schon da. Er hat kaum trainiert und hat mich schon fast gestellt. Ab jetzt schiebe ich Paranoia eingeholt zu werden. Gas geben!

Raus auf die Laufstrecke. Die neuen Schuhe sind ein Traum, ich komme in einen guten Rhythmus – der Weg am Kanal entlang ist geschottert und bietet guten Griff. Sechs Kilometer inklusive eines Berges liegen vor mir. Ich beiße, Markus soll mich heute nicht einholen dürfen. Ich schaue mich oft um, er bleibt auf etwas 15 Meter Distanz – und er ist Bergläufer! So sinkt mir fast schon der Mut, als ich am Fuße des Müllberges (die Stadt hat ihn nun euphemistisch zum “Solarberg” erklärt) ankomme. Berg – das ist SEIN Terrain. Dennoch: Kampflos bekommt er mich nicht! Also hoch da. Zuerst ist es sehr steil, dann flacht es seitlich wieder ab, wieder steil, nur kein Seitenstechen bekommen… Markus fällt seltsamerweise hinten ab (er hat einen Krampf, aber das weiß ich da noch nicht). Jetzt ziehe ich komplett durch. Auf dem Gipfel gibt es Hawaii-Blümchen aus Plastik. Sehr nett! Runter und zurück.

Beim Einlauf reicht mir die Freundin meines Bruders eine Fahne der SpVgg Fürth (bin ich Fan von). Damit rausche ich durch das Ziel. Mit 26:30 Laufzeit, Markus liegt etwa 40 Sekunden hinter mir und Vereinskollege Martin R. ist auch schon da.

Zieleinlauf in Fürth

Zieleinlauf in Fürth - Foto: Andreas Goldmann

Offensichtlich waren wir so gut zu dritt, dass wir gemeinsam als MMRC-Team den dritten Platz von 15 belegt haben. Wir bekommen einen Fresskorb, Kosmetika und- festhalten – einen Startplatz beim Metropol Marathon. Ich bin gerührt: Ich habe noch nie in Irgendwas eine Platzierung vorne erreicht. Die ersten sind allerdings unerreichbar: Sie liegen fast eine halbe Stunde vor uns.

Fazit: Es war wunderschön! Eine gute Saison-Premiere für mich, ich denke auch eine gelungene für den Fürth Triathlon. Beschilderung (auch auf der Laufstrecke) werden die Veranstalter sicherlich noch lernen. Sonst war die Orga top (Beutel waren alle transportiert, Ausgabe schnell offen, etc.). Ich hoffe, dass es einen zweiten Triathlon in Fürth gibt – meine Anmeldung haben sie sicher.

Kurz-Trainingslager am Spitzingsee

Kurzentschlosen haben wir unsere Sachen über das verlängerte Maiwochenende gepackt und haben uns zu einem Mini-Trainingslager in Höhenlage entschieden – im Arabella Sheraton am Spitzingsee.

Ein guter Tipp für alle Rennradler, die etwas Kraft für die Berge sammeln wollen, denn vom Spitzingsattel aus lassen sich Touren durch die Valepp, zum Tegernsee, in die Weite Eng oder über das Sudelfeld planen. Es werden dabei die Strecken des Tegernsee Tals Triathlons, der Wendelstein-Rundfahrt oder des Hexal Alpen-Triathlons mit eingebaut – Tapfere fahren sogar die Strecke der Tölzer Triathlon noch ab.

Wer nach der Radausfahrt nicht genug hat, kann sich auch noch an der Laufstrecke des Hexal Alpen-Triathlons probieren – oder auch einfach nur um den See joggen.

Das Hotel eignet sich dabei prima als Startpunkt. Im Sommer kann man den “Schistadel” – also die Kammer, in denen die Ski im Winter abgestellt werden – als abgeschlossenen Radkeller hernehmen. Dass man am Ende einer Tour immer den Spitzingsattel von der einen oder anderne Seite hoch muss, gleicht der Bäderbereich (“Spa”) wieder aus: Dort kann man sich im Sprudelbecken mit hohem Salzgehalt entspannen und anschließend auf der Liege den Blick auf die Berge genießen.

So ganz billig wird das aber nicht. Die günstigste Variante für ein Doppelzimmer pro Nacht lag am 1. Mai 2009 bei 138 Euro – dazu kommen noch 3,20 Euro Kurtaxe und natürlich noch Abendessen. Dafür war im “Spa-Paket” ein Obsteller und zwei Flaschen Wasser enthalten.

Ein Tipp noch zum Schluss: Wer Online bucht – so wie wir – sollte anschließend auf jeden Fall im Hotel anrufen, ob alles angekommen ist und ob die Preise stimmen. Bei uns hat das System eine Bestätigung geschrieben, dass es pro Zimmer und Nacht 69 Euro kostet. ich war misstrauisch und habe angerufen. Die Buchung ist gar nicht eingegangen und es waren wieder 138 euro. Bei der Abreise wollte uns der Angestellte dann 138 Euro pro Nacht UND Person berechnen – also 276 Euro. Ergo: Telefonieren und eine schriftliche Bestätigungsmail vom Arabella Sheraton Spitzingsee einholen.

Es muss natürlich nicht das Arabella Sheraton sein – in der Umgebung gibt es noch andere Hotels und Hütten. Der Jagdhof gegenüber ist aber zum Beispiel gerade (Stand 5. Mai 2009) komplett geschlossen…

Als Impression noch der Blick aus unserem Zimmer:

Spitzingsee

Spitzingsee

Randnotiz: Lustige Star Wars-Videos

Ich habe mir mal wieder die Mühe gemacht und habe auf ZEHN.DE (mein Hauptarbeitgeber) eine Liste zusammengestellt. Diesmal lustige Star Wars-Videos. Vielleicht mag es ja auch der ein oder andere Triathlet. Viel Spaß!


Entsetzen: Kühbach fällt aus

Da gewöhnt man mich mit aller Macht an diesen kleinen, schnuckligen Triathlon, und dann das: Der Kühbach-Triathlon 2009 entfällt. Wegen Sponsorenmangel.

Seltsam – wäre das eine Radveranstaltung, so würde ich es verstehen. Doch warum bei der Boom-Sportart Triathlon nun Sponsoren wegbleiben…?

Wie dem auch sei: Ich muss mich um einen alternativen Saison-Abschluss kümmern. Hat einer noch eine Idee? Triathlon-Veanstaltung? Rad-Marathon? Sonst muss ich doch wieder am Mondsee Triathlon teilnehmen.

“Rennradtouren raus aus München” – Buch mit Touren-Vorschlägen

Da war ich schon gespannt drauf: Das Buch “Rennradtouren raus aus München” fasst 29 Streckenvorschläge im Münchner Raum zusammen. Nun kenne ich mich im Süden schon leidlich aus – aber im Norden, der mir näher liegt, fehlt es mir noch. Daher waren mir die knapp 20 Euro nicht zu viel.
Rennradtouren raus aus München

Das Buch ist schön systemtisch aufbereitet – wer schon die “100 Alpenpässe mit dem Rennrad”, ebenfalls aus dem Verlag Bruckmann, sein Eigen nennt, kennt die gelbe Leiste am Seitenrand, die alles Wichtige zusammenfasst. So findet man sich schnell zurecht. Gut!

“Die schönsten Nebenstrecken der Welt” steht dann noch unter dem Titel. Na, dass will ich genauer wissen: Mit Nebenstrecken kenne ich mich im Süden aus und Route 27 überschneidet sich mit meinem Territorium. Also rauf auf den Sattel.Es geht los in Oberhaching, über Dietramszell nach Tölz, Königsdorf, Wolfratshausen, Bachhausen, Schäftlarn und zurück nach Oberhaching.

Zumindest für diese Tourenvorschlag muss ich sagen: Von wegen Nebenstrecke! Eigentlich hält sich der Autor hier fast nur auf größeren Hauptstraßen auf. Dabei verlaufen links und rechts gemütliche, kaum befahrene Asphalt-Wege, die auch landschaftlich noch mehr hergeben.

Auch fehlen Hinweise auf Radwege, die wir Rennradler ja leider nutzen müssen - ein weiterer Grund um eben nicht bei den Hauptstraßen zu bleiben. Ich umgehe diese nervigen Einrichtungen lieber.

Diese Tour fand ich nur wenig überzeugend. Aber es war nur eine kleine Stichprobe. Ich werde sicherlich noch weitere Touren ausprobieren.

Vorläufigs Fazit: Für absolut unkundige Fahrer ist “Rennradtouren raus und München” sicherlich ein guter Einstieg, die Geheimtipps für bereits ortskundige scheinen sich allerdings in Grenzen zu halten. Für 20 Euro ist das Buch sein Geld aber allemal wert.

April, April!

Als Mitarbeiter von ZEHN.DE habe ich heute ein Liste zum ersten April geschrieben. Die mag ich Euch nicht vorenthalten:


Mondseeland Triathlon 2009

Totgeglaubte leben länger. Ehrlich gesagt: Nach der letzten Veranstaltung, dem Drumherum und der Funkstille auf der Webseite, habe ich den Mondseeland Triathlon als Veranstaltung geistig schon begraben. Heute habe ich jedoch ein Lebenszeichen auf der Webseite (www.mondseelandtriathlon.at) entdeckt: Der neue Termin lautet 29. August 2009, Start 13 Uhr – leider derselbe Tag, an dem Kühbach stattfindet.

Nun bin ich hin- und hergerissen, denn ich habe dem Veranstalter im Mailverkehr geschrieben, dass ich ihm die Chance zur Nachbesserung gebe. Ich lasse mir mit der Entscheidung auch noch Zeit. Erstmal möchte ich sehen, ob sich der Verlauf der Radstrecke verbessert hat…

Zeitfahren am Höchsten im Allgäu

Triathleten sind Zeitfahrer – aber sie mögen es meist lieber flach. Wer doch mal am Berg ein Zeitfahren wagen möchte: Im Sommer, am 25. Juli,  findet in der Nähe von Friedrichshafen wieder das Zeitfahren am Höchsten statt, das Lightweight Uphill Bergrennen.

Start ist in Urnau beim Bodensee, Ziel ist nach 8,3 Kilometer auf dem Gipfel des Höchsten. Im Schnitt steigt die Strecke 4,5 Prozent an, mit Spitzen bis zu 10 Prozent. Sie überwindet dabei 400 Höhenmeter. Startgebühr 30 Euro.

Ob ich selbst starte, überlege ich noch. Zwar ist die Zeitfahrt recht kurz gemessen an der langen Anfahrt, doch als Event ist das Rennen mittlerweile bekannt und bei vielen Rennradfahrern beliebt. Nicht zuletzt wegen des Stopp-O-Mats mit konstantem Bergzeitfahren.

Mehr Info auf der Webseite zum Lightweight Uphill.
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