Da kann meine Trainierin sich meinetwegen auf den Kopf stellen: Ihre Trainingspläne tun weh. Sie behauptet natürlich, dass das kein Schmerz sei. Wenn es schmerze, sei etwas falsch. “Angestrengt” dürfe es sich vielleicht anfühlen. Schön und gut. Aber wenn mir beim Wasserballkraulen ständig Flüssigkeit in die Lunge läuft oder ich den x-ten Sprint anziehe – also für mich ist das Schmerz. Et basta!
Und das ist ja auch gar kein Problem, denn wie heißt es so schön: Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt. Ein reichlich martialischer Spruch, den wahrscheinlich Hitlers braune Schergen weidlich zitiert haben. Aber der Spruch taugt um die Moral hochzuhalten.

Nicht missverstehen: Ich jammere nicht über die Pläne. Im Gegenteil: Ich freue mich über die Härte. Das reine Techniktraining macht nun etwas Platz für einen Muskelaufbau, und ich merke einen direkten Effekt: Meine 100- und 400-Meter-Zeiten verbessern sich kontinuierlich. Sie sind noch nicht zitierenswert, aber ich bin zufrieden. Wichtig in dem Zusammenhang sind wohl auch die Entlastungswochen, die unsere Trainerin immer wieder einbaut. Ohne die würden wir alle in der Gruppe wohl irgendwann überdrehen. So merken wir, dass wir uns in guten Händen befinden und strukturiert aufgebaut werden. Das lohnt dann das bisschen Schmerz :)

Schnell werden tut also weh – soll es. Ich will schnell sein.