Sprichworte, die uns Triathleten nerven

Jaja, die Weisheiten des Volkes. Ob es Bauernregeln sind oder einfach nur Sprichworte, schnell führt der Deutsche die Plattitüde mit der Zunge. Und manchmal steht die angebliche Weisheit konträr zur Trainings-Wissenschaft. Hier einige Beispiele für dumme Sprüche, die wir uns leider immer wieder anhören müssen:

Wer rastet, der rostet! - Blanker Unsinn! Unser Körper ist keine Maschine. Er hat nämlich die geniale Fähigkeit der Selbstheilung und der Superkompensation. Heißt: Er ist nach einem Training oder einem Wettkampf vielleicht noch besser als davor. Alles was der Körper dafür braucht: eine wohlkalkulierte Rast.

Und nach einer langen Saison brauchen wir mit Sicherheit auch längere Rast von den Strapazen – sonst streiken Muskeln und Kreislauf irgendwann. Kann sein, dass dabei auch Spritzigkeit und Ausdauer mit draufgehen. Aber das ist dann kein Rost, sondern höchst

ens Flugrost. Nichts, was man nicht mit der Stahlbürste wegbekommt.

Der erste Schritt ist immer am schwersten - … der zweite aber auch, der dritte wird dann richtig hart. Im Ernst: Zwar kostet es nach der Ruhepause am Ende der Saison vielleicht einen Tick Überwindung mit dem Training zu beginnen. Aber wer so einen Spruch lässt, weiß gar nicht, was es heißt im Frühjahr dann die Tempo-Einheiten auf den Bahnen (Schwimm oder Lauf)  zu absolvieren oder die Kraftausdauer am Berg zu stählen. Ich freue mich jetzt eher auf die ruhigen Ausdauereinheiten und das spaßige Crossradfahren im Matsch, da fällt mir der erste Schritt wirklich leicht.

Sport ist Mord – klar, für Euch Untrainierten sogar ganz sicher! Für uns Triathleten ist er ein Ventil, ein Projekt, Faszination, Ausgleich, Fitness, …

Gut Ding will Weile haben – aber meine Wettkampfzeit nicht! Basta!

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