Warum es so still war im Blog und warum das jetzt anders wird

Ich beim Alpen-Triathlon

Wow! Zwei Jahre Funkpause im Blog. Warum? Aus meinem Verständnis heraus ist ein Blog immer etwas persönliches. Darin findet der Leser Meinungen und Berichte von und zu einer Person. Web-Log – ein Netztagebuch.

Ok, das erklärt noch nicht die Ruhephase …

Vielleicht mal kurz zu meiner Person: Ich bin Redakteur, seitdem ich halbwegs gerade denken kann. Habe in Jugend-eigenen Magazinen meine ersten Artikel geschrieben und derweil von der Jungen Presse Bayern das Handwerk gelernt. Habe dann als freier Autor 1995 die spannende Startup-Phase des Internet im Compuserve Magazin mit begleitet, bekam eine Festanstellung bei WIN, wechselte zu Internet Professionell und schließlich zur CHIP. Dort durchlief ich die Stationen bis zum Chefredakteur bei den Specials und dem Webmagazin ZEHN.DE.

Kurz: Ich war auf das Fach Computer festgelegt.

Schreiber mit Bewegungsdrang

Aber halt: Da war mehr! Computer sind der Hammer – aber ein reiner Stubenhocker wollte ich nicht sein. Daher habe ich mich in der Arbeit der Fußball-Gruppe angeschlossen und dabei zwei Dinge gelernt:

  1. Bälle … nicht mein Ding!
  2. Die meisten Stürmer haben über 90 Minuten nicht genug Ausdauer, um an mir vorbeizukommen.

Ich war  in der Verteidigung: Laufen, Abdrängen, Ball erobern und dann zu jemanden, der etwas damit anfangen kann. Und zur Unterstützung ging ich morgens Laufen – im Englischen Garten in München. Klare Luft, Stille, der Laufrhythmus. Ich war natürlich viel zu schnell – Grundlagenausdauer, was ist das? Da war ich gerade mal zarte 30 Jahre alt.

Mit der Zeit merkte ich, dass das eher mein Ding war, das reine Laufen. Mein Bruder brachte mich fast gleichzeitig zum Rennradfahren. Und dann kam die unschuldige Frage, ob ich Lust hätte beim Stadttriathlon München mitzumachen. Mal probieren, dachte ich – und war infiziert.

Eine weitere Infektion

Von da an begleitete mich der Triathlon und ließ mich nicht mehr los. Dafür packte mich 2003 etwas anderes: Das Pfeifferische Drüsenfieber. Zwangspause. Alle Wettkämpfe absagen. Was jetzt?

Mein Bruder Martin hatte zwei Jahre zuvor eine Webseite gestartet: Tippscout.de. Das inspirierte mich dazu, Tipps zum Thema Triathlon zu sammeln und ins Internet zu stellen – zum Zeitvertreib, um mich weiter sinnvoll mit Triathlon zu beschäftigen. Damals wusste ich nichts von WordPress und Co. Ich habe kurzerhand selbst ein Content Management System geschrieben. Was unter triblog.de startete wurden 2005 die Triathlon-Tipps.de.

Das erklärt es aber immer noch nicht: Warum die Stille?

Es vergingen Jahre, Triathlon-Tipps.de wuchs, aber nicht in dem Tempo, wie es hätte sein sollen. tri4u.de, das später triathlon.de wurde, startete später aber überholte mich locker. Warum?

Ganz einfach: Je höher ich bei CHIP aufstieg, desto weniger Zeit blieb für die Triathlon-Tipps.de. Zum Schluss so wenig, dass ich mich um das Blog nicht mehr kümmerte, sondern nur um die Hauptdomain. Da! Da ist also der Grund.

Was ab er ist jetzt anders?

Im Sommer 2012 fasste ich einen Entschluss: In Zukunft geht es ganz um Triathlon-Tipps.de und meine zweite Leidenschaft, MyHighlands.de. Ich stieg aus, obwohl mir viele den Vogel zeigten – denn ich verlasse einen sichere Position und wechsle sie gegen Unsicherheit ein. Was daraus wird? Die Zukunft wird es zeigen.

Einen Effekt hat es schon mal: Das Blog hat mal wieder einen Beitrag. Und in Zukunft werde ich hier wieder mehr Persönliches und Triathlethisches posten. Versprochen.

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3 Responses to “Warum es so still war im Blog und warum das jetzt anders wird”

  1. Lieber Stephan,

    schön, dass Du auch hier wieder blogst – und Dich jetzt ganz auf Deine sportliche und berufliche Leidenschaft konzentrieren kannst!

  2. Respekt! Ich habe mich schon gewundert, wie sich die zunehmenden Aktivitäten bei den Triathlon-Tipps mit einem Vollzeit-Job UND dem Triathlon-Training unter einen Hut bringen lassen. Jetzt weiß ich es. :-)

    Ansonsten noch ein Tipp: Ich bin vorletztes Jahr (als ich 45 wurde) auf die Mitteldistanz gewechselt – das tut nicht so weh und macht noch mehr Spaß! Letztes Jahr habe ich beim Debüt des Chiemsee-Triathlons teilgenommen und kann diesen – trotz der Hitzeschlacht angesichts des zweitheißesten Tages in 2012 – nur empfehlen.

    Ansonsten alles Gute und viel Erfolg mit der Selbständigkeit im Internet!

  3. stephan sagt:

    Danke für die Wünsche. Mitteldistanzen habe ich ja auch schon gemacht. Eventuell mache ich diese Jahr noch einen Tristar…

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