GoPro Hero 3 Black Edition im Triathlon-Einsatz – Teil I

GoPro Hero 3 Black Edition mit Unterwassergehäuse

Sie filmt unter Wasser, kann auf Lenker oder Helme montiert werden und ist klein und leicht – die GoPro Hero 3. Die sollte doch auch was für uns Triathleten sein, oder?

Ich habe mir tatsächlich die Top-Version der Hero 3 gekauft. Sie soll gestochen scharfe Videos machen, und im Gegensatz zur günstigeren Variante, 60 Bilder pro Sekunde liefern. Das ist gut für schnelle Bewegungen – sprich für den Einsatz beim Sport.

Unter Wasser ist natürlich äußerst interessant für Aufnahmen beim Schwimmen – Stichwort: Kraulstil kontrollieren. Und durch die Montagemöglichkeit kann man die GoPro soagr an Rennrad packen und vielleicht sogar ein Rennen aufzeichnen.

Die GoPro im Praxis-Test

Vorweg: Ich bin kein Kameraprofi. Daher beschränke ich mich auf den Praxis-Einsatz. Wer etwas über Spezifikationen, der wird hier leider enttäuscht. Aber Fakten stehen auf der GoPro-Seite zur Kamera.

Stattdessen werde ich in den nächsten Tagen und Wochen die GoPro möglichst viel mitnehmen und in verschiedenen Triathlon-typischen Situationen ausprobieren. Daran will ich Euch teilhaben lassen.

Die Kamera und die Kosten

Ich habe also die GoPro Hero 3 Black Edition bestellt, zusammen mit dem Halter für Lenker oder Sattelstütze bei Fahrrädern. Damit komme ich auf 479 Euro. Ein teurer Spaß! Aber die Bildqualität soll es wert sein. Es benutzen wohl sogar schon einige TV-Sender die GoPro.

Eine Woche verging bis die Kamera schließlich bei mir war. Voll Freude mach ich mich ans Auspacken. Die Freude währt nicht lange …

Schick verpackt, schwer zu öffnen

GoPro Hero 3 Black Edition in der Packung

GoPro Hero 3 Black Edition in der Packung

Man kann Erlebnisse mit Verpackungen haben – so oder so. Während ich bei meinem iMac nur staunte über die Cleverness und das Design der Verpackung, verzweifle ich fast an der der Hero 3.

Nachdem ich alle Klebestreifen gelöst habe, liegt die GoPro auf dem Sockel frei. Aber wie bekomme ich das Ding jetzt da runter? Ganz einfach, auf der Packung ist es angezeichnet: Unten drücken und nach vorne schieben. Klar! Geht nicht. Denn vorne dran ist die Fernbedienung – und die ist per Draht sauber festgezwirbelt. Sie los zu bekommen kostet mich Zeit, Nerven und Substanz an den Fingernägeln. Das klingt jetzt kleinlich, hat aber wirklich genervt.

Endlich habe ich die Fernbedienung und die GoPro in der Hand. Jetzt aber los. Ich will was sehen! Wo ist die Anleitung? Ich gehe in der Packung weiter nach unten.

Als erstes fällt mir ein Zettel in die Hand: “A Software update is available for you …” Ich muss also die Webseite besuchen. Dann ein zweiter Zettel: Das Handbuch kann als PDF von der Webseite geladen werden. Ja, ich habe verstanden, ich soll online gehen …

GoPro-Anleitung - zu kurz

GoPro-Anleitung – zu kurz

Zum Glück kommt dann doch noch ein dritter Zettel mit einer Anleitung zum Verbinden der Funkfernsteuerung mit der GoPro.  Siehe Bild. Was der Zettel dabei nicht verrät: Wo sind die Tasten auf der Kamera? Ich kann das nicht erkennen, weil das Unterwassergehäuse darum ist. Also runter damit. Die zwei Pfeile oben auf dem Gehäuse zeigen mir an, wie es gehen soll. Doch es geht nicht, wenn man in die angezeigte Richtung schiebt. Der Trick: Der eine Pfeil bedeutet: Nach oben anheben. Aha.

Trotz entblößter Kamera, kann ich zum Beispiel die Taste S nicht finden. Am Ende lege ich den Zettel beiseite und gehe intuitiv vor. Read the fuckin manual? Hier besser nicht.

Ladekabel: Zu kurz! Update: Zu lang!

Kabel: Kurz

Kabel: Kurz

Die Fernbedienung muss erstmal geladen werden. Ok, kein Thema, Kabel liegt bei. Aber was für eines:  Es ist von einer Spitze zur anderen gerade mal etwas über 30 Zentimeter lang. Das reicht ja kaum von meinem Mac zum zur Schreibtischplatte. Warum der Geiz?

Egal, ich packe erstmal die Kamera an den Rechner, wegen des Updates. Das gibt es übrigens schon seit Mitte Dezember letzten Jahres. Warum man das dann nicht zwischenzeitlich in der Produktion mit aufgeben kann?

Also los geht es: Update! Aber halt: Ich muss erst Java installieren. Auf dem Mac!?!? Java! Egal, auch das. So, aktiviert, und los … Die Webseite entdeckt das Java nicht. Ich versuche es in Google Chrome. Hier sagt die Webseite, dass der Browser nicht unterstützt wird. Erst der Safari schafft es schließlich, die Kamera zu entdecken.

Zum Update benötigt man einen eingelegte Micro-SD Karte. Wenn man den Anweisungen folgt, verläuft das Update fast rund. Denn nur zum Schluss erscheint bei mir keine der von der Webseite angegebenen Meldungen. Es erscheint schlichtweg keine Rückmeldung über Erfolg oder Misserfolg des Updates. Ich schaue manuell anhand der Nummer in der Version.txt. Es ist die neuste Firmware. Prima. Jetzt endlich habe ich die Kamera einsatzbereit.

Fazit bis hierhin: Der Start war kein positives Erlebnis

Die Verpackung hat mich wahnsinnig gemacht. Zudem ist irgendwann bei Herstellern die Unsitte eingerissen, dass man sich Anleitungen auf Papier spart. Für die GoPro wäre es einfach absolut wichtig, simple Dinge wie das Öffnen des Gehäuses und die Grundeinstellungen kurz in einem Heftchen darzustellen. Hier versagt der Hersteller. Das hat mich geärgert, schade!

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2 Responses to “GoPro Hero 3 Black Edition im Triathlon-Einsatz – Teil I”

  1. Julian sagt:

    Hey Stephan,

    wann kommt denn der zweite Teil? :)
    Würde mich echt interessieren, wie sich die Kamera beim schwimmen macht..

    Grüße,
    Julian

  2. Woody sagt:

    Ich habe mich für die Contour entschieden, weil:

    – lässt sich an der Seite des Helms befestigen
    – Ausrichtung mit Laserstrahl
    – einfache Handhabung
    – günstigerer Preis
    – Bildqualität mit HD-Auflösung ist ausreichend.

    Ich setze die Kamera täglich auf dem Weg zur und von der Arbeit ein, da man als Radfahrer in Berlin leider allzu häufig von Autofahrern bedrängt, geschnitten, überholt und massiv ausgebremst oder sogar im Stand vor einer roten Ampel noch mit dem Spiegel gestreift oder gar umgefahren wird.

    Da kommt einiges an Material zusammen. Die Bildqualität in HD ist ausreichend. Ob die 4G der GoPro noch eine Verbesserung bringen? Man muss auch bedenken, dass man die Dateien auf dem Rechner speichern und bearbeiten muss. Und die Bearbeitung von HD-Material erfordert schon einen starken Rechner (habe eine HP Workstation). Die verarbeitet auch 4G und RAW-Formate mit entsprechender Software sehr zügig und rendert schnell.

    Was mich generell an diesen Kameras nervt ist die völlig unverschämte Preispolitik: Die Kameras sind schon teuer genug, aber wenn man eine einzige Halterung mehr haben will, z.B. für einen zweiten Helm oder ein extra Ladegerät, einen zweiten Akku usw, dann wird man nochmals recht unverschämt abgezockt.

    Deswegen verwendet zumindest in meiner Skydive-Gruppe niemand die GoPro. Wer filmt, hat eine Halterung für einen richtigen Camcorder am Helm. Da kommen oft noch Weitwinkellinsen davor und ein vernünftiger Camcorder macht zig mal bessere Aufnahmen als die GoPro – und das für einen günstigeren Preis.

    Aber mal im Ernst, wo soll der Erkenntnisgewinn einer Helmcamera bei einem Triathlon sein? Schaust Du Dir ein mehrstündiges Radrennen nochmal an? Passiert da so viel, dass man daraus einen interessanten Film zusammenschneiden kann? Allenfalls für die Beweissicherung bei Unfällen würde ich da eine Berechtigung für den Aufwand sehen.

    Beim Laufen und Schwimmen wird es noch langweiliger. Beim Radfahren könnten sich bei schnellen Abfahrten vielleicht gefährliche Situationen oder Unfälle ergeben, aber ob man so etwas filmisch verwertet und auskostet?

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