Rothsee Triathlon 2010

Die Premiere des neuen Rothsee-Triathlons vor einem Jahr durfte ich nur als Zuschauer mitverfolgen. Umso heißer war ich diesmal darauf selbst zu starten.

Der Rothsee-Triathlon ist für mich nämlich einer der schönsten; es ist einer, bei dem ich fast immer teilnehme. Einer, der mein Comeback nach dem Sturz gesehen hat; einer, bei dem ich zum ersten Mal meiner Freundin begegnet bin.

Also auf zum Rothsee! Start ist in mehreren Gruppen. Gute Idee, denn es tummeln sich bisweilen um die tausend Starter auf der Strecke. Durch die Startgruppen entzerrt man das Feld und verhindert allzu hässliche Prügeleien im Wasser.

Großes Lob für den Bojen im See: Man kann fast nicht falsch schwimmen! Warum mich dann der Nebenmann immer abdrängen will? Er scheint das mit dem “auf ein Ziel zu schwimmen” nicht wirklich geübt zu haben.

Mit einer Zeit um die 25 Minuten komme ich aus dem Wasser – das ist ok. Der Wechsel verläuft glatt und schnell. Derweil wird es immer heißer. Um die 30 Grad werden noch erwartet.

Die Radstrecke ist hügelig, es gibt doch einige Höhenmeter zu überwinden. Das kommt mir eher entgegen, denn mit meinen knapp 62 Kilo bin ich nicht der perfekte Zeitfahrer auf flachen Terrain. Am Ende wird die Zeit 1:16:31 stehen, aber inklusive der beiden Wechsel.

Mit einem 32er Schnitt rolle ich auf die Wechselzone zu. Springe vom fahrenden Rad, direkt vor dem Wechselbalken – und fahre dabei fast in eine Mutter mit Kind, die meinte, sie könne da ja rasch über die Strecke queren. Manchmal frage ich mich schon, wie dumm Menschen sind. Absperrungen werden nicht umsonst gemacht!

Egal! Der Wechsel verläuft wirklich gut und zügig. Auf die Laufstrecke. Jetzt wird es doch unangenehm heiß. Kaum Schatten auf der Strecke, ähnlich wie beim Ferropolis vor drei Wochen. Zweimal müssen die Triathleten die 5 Kilometer laufen – auf einer Schleife haben die Veranstalter jeweils drei Verpflegungsstellen mit Wasser oder Iso eingebaut. Respekt! Die Orga hier hat alles gut im Griff.

Was zur Sonne aber noch dazu kommt: Die Laufstrecke geizt nicht mit saftigen Anstiegen. Vom Damm des Sees aus muss man bergab, später muss man den Höhenunterschied wieder wett machen. Viele Teilnehmer müssen bergauf gehen – zu wenig Training, zu viel Hitze!

Bei mir läuft es jedoch gut, die Distanz macht mir im derzeitigen Marathon-Training nichts aus. Allerdings fehlen mir natürlich die Tempospitzen. So komme ich mit 43:27 ins Ziel und lass es mir beim reichhaltigen Kuchenbuffet wirklich gut gehen.

Fazit: Die Orga, die Atmosphäre, der Veranstaltungs-Ort – all das macht den Rothsee-Triathlon zu einem Top-Wettkampf. Großes Lob an die Leitung und die Helfer! Danke!

Aber ein bisschen Kritik (ganz wenig) mag ich dennoch anbringen. Zwei Sachen:

1. Ich finde es unklug, dass die Tüten mit den Neos auf die Wärmekleidung gelegt werden. Meine Schuhe im Zielbeutel waren patschnass. Bitte trennt das doch.

2. Das Abholen der Räder gleicht dem Ostereier suchen: Die Helfer nehmen den Triathleten das Rad ab und sortieren es der Ankunftszeit nach ein. Aber sorry: Die haben die wenigsten von uns gewusst.

zp8497586rq
Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.