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(Foto der Velonale: René Rosin/München)

Ganz wie die Profis: Start von der Rampe rein in die 40 Kilometer lange Zeitfahrstrecke – die sich im Nachhinein als nur 38 Kilometer lang entpuppt. Im Rahmen der Velonale war das Zeitfahren nur eines von vier Radrennen. Es gab ebenso ein Teamzeitfahren und zwei normale Rennen über 40 und 60 Kilometer. Die Radveranstaltungen nehmen übrigens den Platz des Münchner Triathlon ein, der dieses Jahr nicht mehr stattfindet. Der Veranstalter ist der Selbe.

Die Sonne scheint, das Wetter passt, der Gegenwind ist zwar da, aber bleibt erträglich. Rein in den Liegelenker und ab durch die Mitte.

Die Strecke ist zwar kurvig, aber sicher. Denn für die gerade mal 135 Starter beim Einzelzeitfahren stehen wirklich an jeder Straßeneinmündung Ordner – und die haben sogar noch gute Laune, feuern die Fahrer an.

Dafür fehlen leider die Zuschauer. In der Messestadt und der Umgebung ist halt nicht allzu viel los.

Da die Straßen groß sind und wirklich für die Fahrer freigehalten werden, lassen sich auch die vielen Wenden und Kurven gut ausfahren – oft muss der Fahrer nicht mal aus dem Liegelenker raus.

Schließlich Zieleinlauf: Unspektakulär, aber gut gemacht. Es gibt ein wenig Verpflegung und eine Aufenthaltszone mit Stühlen, in der die Fahrer Eindrücke austauschen können. Netter Klatsch und Tratsch.

Fazit der Veranstaltung: Schön gemacht, top organisiert, leider wenig besucht. Es fehlt (noch?) der Charme. Und ganz wichtig: Der Preis muss nächstes Jahr runter. Die meisten Athleten, die ich gesprochen habe, würden für das volle Startgeld (ca. 45 Euro) nicht teilgenommen haben.

PS: Eben erhalte ich eine E-Mail, in der sich ein Kollege bitter über die Velonale beschwert. Das möchte ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Seine Kritik-Punkte:

  • überhöhtes Startgeld
  • zusätzliche Parkplatzkosten
  • seltsame Gutscheine ohne Aufschrift (hab ich eh einfach weggeschmissen)
  • viele Stürze auf der Strecke (nicht beim Einzelzeitfahren – bezieht sich wohl auf das allgemeine Rennen)
  • keine schönen Preise bei der Siergehrung