Velonale in München – Zeitfahren bei der Bike-Expo 2008

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(Foto der Velonale: René Rosin/München)

Ganz wie die Profis: Start von der Rampe rein in die 40 Kilometer lange Zeitfahrstrecke – die sich im Nachhinein als nur 38 Kilometer lang entpuppt. Im Rahmen der Velonale war das Zeitfahren nur eines von vier Radrennen. Es gab ebenso ein Teamzeitfahren und zwei normale Rennen über 40 und 60 Kilometer. Die Radveranstaltungen nehmen übrigens den Platz des Münchner Triathlon ein, der dieses Jahr nicht mehr stattfindet. Der Veranstalter ist der Selbe.

Die Sonne scheint, das Wetter passt, der Gegenwind ist zwar da, aber bleibt erträglich. Rein in den Liegelenker und ab durch die Mitte.

Die Strecke ist zwar kurvig, aber sicher. Denn für die gerade mal 135 Starter beim Einzelzeitfahren stehen wirklich an jeder Straßeneinmündung Ordner – und die haben sogar noch gute Laune, feuern die Fahrer an.

Dafür fehlen leider die Zuschauer. In der Messestadt und der Umgebung ist halt nicht allzu viel los.

Da die Straßen groß sind und wirklich für die Fahrer freigehalten werden, lassen sich auch die vielen Wenden und Kurven gut ausfahren – oft muss der Fahrer nicht mal aus dem Liegelenker raus.

Schließlich Zieleinlauf: Unspektakulär, aber gut gemacht. Es gibt ein wenig Verpflegung und eine Aufenthaltszone mit Stühlen, in der die Fahrer Eindrücke austauschen können. Netter Klatsch und Tratsch.

Fazit der Veranstaltung: Schön gemacht, top organisiert, leider wenig besucht. Es fehlt (noch?) der Charme. Und ganz wichtig: Der Preis muss nächstes Jahr runter. Die meisten Athleten, die ich gesprochen habe, würden für das volle Startgeld (ca. 45 Euro) nicht teilgenommen haben.

PS: Eben erhalte ich eine E-Mail, in der sich ein Kollege bitter über die Velonale beschwert. Das möchte ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Seine Kritik-Punkte:

  • überhöhtes Startgeld
  • zusätzliche Parkplatzkosten
  • seltsame Gutscheine ohne Aufschrift (hab ich eh einfach weggeschmissen)
  • viele Stürze auf der Strecke (nicht beim Einzelzeitfahren – bezieht sich wohl auf das allgemeine Rennen)
  • keine schönen Preise bei der Siergehrung
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4 Responses to “Velonale in München – Zeitfahren bei der Bike-Expo 2008”

  1. Chris sagt:

    Kein Wunder. Das ist der gleiche Veranstalter, der alle Events kläglich organisiert. München Tri, B2run, etc., alle jeweils sauteuer mit marginalem Gegenwert.
    Kann daher eh nicht verstehen wie Du da teilnehmen konntest.

  2. stephan sagt:

    Hi Chris,

    Der Veranstalter hatte das Startgeld zeitweise bis auf die Hälfte gekürzt. NUR auf dieses Geld bezieht sich mein Lob, über 40 Euro hätte ich nicht bezahlt.

  3. Luigi sagt:

    Chris, kleine Richtigstellung:
    München-Triathlon, München Marathon, Velonale = Gernod Weigl
    B2Run = Alexander Fricke

    Aber du hast natürlich recht, das sind 100% kommerzielle Veranstaltungen, wo der Veranstalter Geld verdienen will, muss. Er und einige der Mitorganisatoren leben davon. Ganz im Gegenteil zu den von Vereinen ausgerichteten Events mit ehrenamtlichen. Natürlich ist es auch hier schön, wenn ein paar Euro in der Vereinskasse verbleiben, jedoch hat dies nicht die höchste Priorität.
    Es gibt in der Tat ganz viele schöne Events in Deutschland, mit deutlich besserem Preis Leistungsverhältnis, vor allem etwas abseits von München. So was in einer Großstadt, oder deren unmittelbaren Nähe zu veranstalten erhöht die Kosten natürlich zusätzlich.

    Aber letzlich muss jeder selbst abwägen, ob ihm das den Preis wert ist. Was mit etwas sauer aufstößt ist, daß für das relativ hohe Preisgeld die Leistung oft nicht passt. Wenn hohe Startgebühren, dann perfekte Organisation (Verpflegung, Streckenabsicherung,ect.).

    Da sind die Schweizer Veranstaltung ein Maßstab, zwar verhältnismäßig teuer, aber es wird wirklich bei nix gespart, die Organisation ist perfekt und professionell. Die hochwertigen Finishergeschenke und zusätzlichen Leistungen relativieren oft die auf den ersten Blick hohen Kosten.

    Bedenklich sind die neuen Genehmigungsvorschriften der Radstrecken in Bayern, seitens des Innenministeriums. Hier ist zu befürchten, daß die kleine Veranstaltungen (wie dieses Jahr in Tutzing geschehen) ins Gras beißen, da sie die entstehenden hohen Kosten der Absperrung nicht aufbringen können. Die Kosten einer abgesperrten Radstrecke hätte der Verein nicht aufbringen können. Letztlich bedeutet dies höhere Kosten für Triathlons, Radrennen,… und weniger Veranstaltungen, sowie unattraktive Radstrecken auf 10km Runden durchs Industriegebiet. Vielleicht auch in naher Zukunft nur noch von Eventargenturen organisierte Veranstaltungen. Für mich eine erschreckende Entwicklung zum Schaden des Triathlons.
    Die Genehmigungen für 2010 werden wohl sehr schwierig. Daher wurden wir Kampfrichter auch aufgefordert “jeden” der gegen die STO verstößt sofort zu Disqualifizieren. Es ist zu hoffen, daß den Athleten klar ist, daß jeder der auf der Radstrecke die Sau rauslässt durch sei Handeln, den gesamten Triathlonsport in Bayern gefährdet. Wird der Athleten von der Polizei erwischt droht sogar Busgeld und Strafanzeige und Punkte in Fensburg (geschehen bei Tri Erding).

  4. jules sagt:

    bin zufällig auf den kommentar gestossen.
    alex fricke richtet den B2 run NICHT aus.

    er hat eine eigene, kleine veranstaltung eine woche nach dem b2 run auf dem olygelände ausgerichtet.

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