Viel Sonne am Mondsee

Vor drei Jahren habe ich hier im Blog meinem Ärger über den Mondsee-Triathlon Luft verschafft: Die Radstrecke zu gefährlich, zu wenige Streckenposten, zu schlechte Beschilderung und Routenauszeichnungen.

Trotz der schlechten Erfahrung damals, habe ich es dieses Wochenende darauf ankommen lassen. Und so ging ich wieder an den Start des 51.5 Mondseelandtriathlon.

Um es kurz zu machen: Die Orga hat dazu gelernt. Die Radstrecke war deutlicher mit Pfeilen gekennzeichnet, die teils spitzen Kurven auf der Radstrecke weitestgehend verschwunden. So war die Radstrecke zumindest deutlich verbessert.

Die Laufstrecke hatte sich im Gegensatz zu 2008 ebenfalls gebessert. Sie wurde immerhin etwas verlängert – auf die 9,5 Kilometer, die angegeben werden, kommt sie aber meiner Meinung nach immer noch nicht ganz.

Das Schwimmen blieb gleich – wieder mit Landgang dazwischen. Diesmal war immerhin die erste Boje deutlich sichtbar. Es handelte sich um den Spiel-Eisberg aus dem nahen Freibad. Eine hervorragende Idee!

Mein Rennen

Da die erste Startwelle bereits um 8 Uhr loslegte, und die Wechselzone schon um 7 Uhr schloss, mussten wir um 6 Uhr aufstehen. Einchecken, Frühstücken. Die Wellen starteten mit 12 Minuten Unterschied. Bei mir hieß das: Warten bis 8:36 Uhr. Die frühe Startzeit übrigens war hier ein wahrer Segen, denn es sollte noch bis zu 30 Grad warm werden – endlich ein Triathlon mit Sonnenschein!

Der Mondsee war fast 24 Grad warm – klar, dass hier kein Neo getragen werden durfte. Ich bin ein halbwegs guter Schwimmer, was die Technik angeht, so nahm ich das Neo-Verbot eher als Vorteil hin.

Kurz vor dem Start sprach mich noch ein Österreichischer Athlet an – er erkannte mich von einem meiner Videos auf Triathlon-Tipps.de. Wow! Bin ich schon ein Star? Der nette Schwatz brachte die Zeit gut rum und um halb neun war ich im Wasser zum Einschwimmen. Kurz darauf hetzte die Meute los. Und – was soll ich sagen

- selten hat mir Schwimmen so viel Spaß gemacht. Zwar ist die Endzeit mit 28 Minuten nicht vergleichbar mit den Zeiten im Neo, dennoch hatte ich eine gute Wasserlage und musste mich nicht mit anderen Keilen.

Der erste Wechsel – ohne Neo-Ausziehen – ging wunderbar über die Bühne. Ein wenig traurig war ich nur, dass unser Mitstreiter Siggi neben seinem defekten Rad saß. Für ihn war der Wettkampf vorbei, das Hinterrad war gebrochen.

Kaum ein paar Meter im Liegelenker der Zeitmaschine dann der erste Schreck des Tages: Eine Katze querte vor meinem Lenker. Bremsen hätte ich nicht mehr könne, so schrie ich, was die Katze schnelle rüber die Straße treib und eine Kollision vermied. Puh!

Schreck zwei: Am ersten Anstieg sah ich Jan vom MRRC München stehen. Auch er hatte einen defekt. Konnte aber später weiter.

Schreck drei: Plötzlich schmerzt mein Daumen. Eine Wespe hat mich gestochen, ich schleuderte sie weg, doch das Gift war schon drin. Da ich noch nie von einer Wespe gestochen worden bin, hatte ich keine Ahnung, was nun passieren würde. Allergie? Gottseidank reichte es, den Daumen in den Wind zu recken und weiter zu treten.

Schreck vier: Plötzlich kamen Triathleten auf dem Rad von der Seite in die Straße gefahren – hatte ich etwa aus Versehen eine Abkürzung genommen? Was nun??? Es dauert einige Sekunden, bevor ich begriff, dass ich schon bei Kilometer 20 war, wo die Runde der Drachenwand wieder auf die Hauptstrecke führte. Uff! Nur Dummheit.

Mit 1:10 Radsplit ging ich auf die Laufstrecke, fühlte mich wohl, kam in einen guten Rhythmus. Als ich Ja hier wieder sa und wusste, dass er nicht auf der Strecke liegen geblieben war, ging es mir noch besser. Und auch meine Katrin sah ich wieder – in guter Verfassung.

Mit 38:22 Lauf- (die Strecke war wie gesagt keine 10 Kilometer lang) und 2:20 Gesamtzeit kam ich schließlich ins Ziel. Zufrieden und glücklich. Jan und Katrin waren ebenso froh um ihre Zeiten. So ließen wir den Wettkampf dann noch mit einen dicken Eisbecher ausklingen.

Mondsee 2011 – ein wirklich schöner Triathlon.

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2 Responses to “Viel Sonne am Mondsee”

  1. Thomas sagt:

    Servus Stephan!
    danke für deinen umfangreichen Bericht zum “Mondseer”. Freut uns, dass es dir gefallen hat. Wir freuen uns, wenn du uns 2012 wieder mit einem Start beehrst!
    sonnige Grüße,
    Thomas, TVB Mondsee

  2. Paddi sagt:

    Viel Glück für die neue Saison und immer Kette rechts!
    Paddi